Papst bittet Waldenser um Verzeihung für Verfolgung in der Vergangenheit

Papst bittet Waldenser um Verzeihung für Verfolgung in der Vergangenheit
 
ACHTUNG
 
Die
römische Kirche bietet heute der Welt ein äußeres Bild der Sauberkeit,
indem sie über ihren Bericht schrecklicher Grausamkeit einen Mantel von
Entschuldigungen breitet. Sie hat sich wohl in christliche Gewänder
gehüllt; in ihrem Wesen jedoch ist sie unverändert. Jeder Grundsatz des
Papsttums, der in vergangenen Jahrhunderten Geltung hatte, ist auch
heute noch gültig. Die in finstersten Zeiten erlassenen Verordnungen und
Lehren werden noch immer aufrechterhalten. Es täusche sich niemand! Das
Papsttum, dem die Protestanten jetzt die Anerkennung nicht versagen
wollen, ist das gleiche, (Siehe Anm. 056) das zur Zeit der Reformation
die Welt beherrschte, als Männer Gottes unter Einsatz ihres Lebens
aufstanden, um die Bosheit der römischen-katholischen Kirche
bloßzustellen. Es besitzt den gleichen Stolz, die gleiche hochmütige
Anmaßung, die es sich über Könige und Fürsten erheben ließ und die die
Vorrechte Gottes beanspruchte. Sein Geist ist jetzt nicht weniger
grausam und willkürlich als zu der Zeit, da es die menschliche Freiheit
niederwarf und die Heiligen des Allerhöchsten erschlug.{GK 571.1}
Auf
das Papsttum trifft genau das von der Prophezeiung gebrauchte Bild zu
von dem „Abfall, der da kommen soll“. Es gehört zu seinem diplomatischen
Geschick, immer den Charakter anzunehmen, der am besten seinen
Absichten dient. „Wir sind nicht gebunden, den Ketzern Treue und Glauben
zu halten“, erklärt die römische Kirche. Soll nun diese Macht, deren
Geschichte während eines Jahrtausends mit dem Blut der Heiligen
geschrieben wurde, zur Gemeinde Christi gerechnet werden?{GK 572.1}
Nicht
ohne Grund ist in protestantischen Ländern die Behauptung aufgestellt
worden, der Katholizismus unterscheide sich nicht mehr so sehr vom
Protestantismus wie in früheren Zeiten. Wohl hat sich manches geändert,
aber nicht das Papsttum. Der Katholizismus ähnelt in der Tat dem
heutigen Protestantismus, weil dieser seit den Tagen der Reformation
sehr entartet ist.
{GK 572.2}

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