Das 'tägliche' – Göttlich oder satanisch?

Das 'tägliche' – Göttlich oder satanisch?
Die heutige neue Sicht des ‘täglichen’
(Daniel 8, 11.13; Dan 11, 31; Dan 12, 11) sagt, dass dieses
‘tägliche’ den himmlische Heiligtumsdienst von Jesus Christus als
Hohepriester darstellen würde. Es wird behauptet, dass das
‘wegnehmen’ des ‘täglichen’ bedeutet würde, dass das ‘kleine Horn’
(das Papsttum) von der Anbetung Jesu Christi ablenkt, indem es selbst
Anbetung fordert und auch bekommt. Auch wenn wir dieses Vorgehen in
der Geschichte sehen können, gibt es in der Bibel keinen Hinweis auf
die Richtigkeit dieser Bedeutung.
Hier folgt nun eine kleine ( längst
nicht vollständige) Abhandlung über die richtige Sichtweise über
das ‘tägliche’, die Sichtweise, die alle Adventpioniere ursrünglich
vertreten haben:
Die Aussage, dass das kleine Horn (Rom) von
der Anbetung Jesu Christi im himmlischen Heiligtum ablenkt, ist
natürlich richtig.
Jedoch wird dies in Daniel 8,11 anders
ausgedrückt, als heute gemeinhin dargestellt wird. Wenn man sich die
Wörter in diesem Vers genau anschaut, erkennt man, dass das
hebräische Wort für wegnehmen eigentlich
“erhöhen/großmachen” bedeutet. Es ist das hebräische
Wort “ruwm”
Wenn man nun sagt, dass das
“tägliche”(‘tamid’) der himmliche Heiligtumsdienst wäre,
ist es total unlogisch, sich vorzustellen, wie das ‘kleine Horn'(Rom)
Christi Dienst im himmlischen Heiligtum erhöht oder großgemacht
haben soll!
Das Problem löst sich, wenn man erkennt, dass mit dem
‘täglichen’ das Heidentum gemeint ist,
welches nämlich tatsächlich
von Rom großgemacht wurde, indem es sich nämlich in seiner
päpstlichen Form als ‘christlich’ ausgegeben hat. Es ist nun der “Wolf im Schafspelz”: 
So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat! Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen”(Apostelgeschichte 20,28.29). 
“Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind!”(Matthäus 7,15).
Dieser Wandel Roms von seiner
heidnischen Form zu der päpstlichen Form
wird zum Beispiel dann in
Daniel 11,31 und in Daniel 12,11 beschrieben. Das Wort, das jetzt
hier, in diesen Versen, für die Wegnahme des täglichen benutzt wird
ist das hebräische Wort ‘sur’, und bedeutet tatsächlich
‘wegnehmen/beseitigen/abschaffen’. Es ist das ‘tägliche’, das
Heidentum, das beseitigt wird, damit der Gräuel der Verwüstung, das
Papsttum, aufgestellt werden kann.
Das Papsttum ist jedoch, wie wir gesehen haben, eine Weiterführung, ja sogar ein “Großmachen/Erhöhen” des Heidentums. Das geschah zu einem bestimmten
Zeitpunkt,
von welchem auch die Zeitprohezeiungen der 1290 und der
1335 Jahre aus Daniel 12 gestartet werden müssen! Wenn man nun sagt, dass das ‘tägliche’ der himmlische Heiligtumsdienst ist, welcher weggenommen wird, wann soll man diese Zeitprophezeiungen starten? Vom himmlischen Heiligtumsdienst wurde schon lange vor dem Jahr 538n.Chr. abgelenkt. Das ‘Geheimnis der Bosheit’ (vorbereitung auf das Papsttum) begann sogar schon zur Zeit der Apostel zu wirken (2.Thessalonicher 2, 7).

In 2. Thessalonicher 2, 7 beschreibt Paulus den Wandel Roms von seiner heidnischen Form zu der pästlichen Form. Er sagt, dass ”der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein muss”. Zu seiner Zeit herrschte das heidnische Rom. Dies ist genau das Heidentum/das ‘tägliche’, das erst ‘weggenommen/beseitigt/abgeschafft’ werdem muss, bevor der Gesetzlose/das Papsttum, geoffenbart werden kann.

Jesus wies seine Jünger expilizit auf
die Wichtigkeit
des Verständnisses des Gräuels des Verwüstung hin
(Matthäus 24,15). Er nahm somit Bezug auf 3 verschiedene Ereignisse,
nämlich die Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr., das aufkommen des
Papsttums 538 n.Chr., und das Sonntagsgesetzt unserer Zeit.
Ein richtiges Verständnis des
‘täglichen’ ist somit immens wichtig für Adventisten. Wir sollten
vorsichtig sein, nicht eine satanische Macht wie das Heidentum mit
etwas göttlichem wie dem himmlischen Heiligtumsdienst zu
verwechseln!
Noch ein weiterer Punkt, warum das
‘tägliche’ nicht Christi Dienst im himmlischen Heiligtum sein kann:
In Daniel 8,13 wird gefragt, wie lange das Gesicht von unter anderem
dem ‘täglichen’ gilt, und die Antwort darauf lautet “2300
Tage”. Wenn man nun sagt, das ‘tägliche’ wäre der himmlische
Heiligtumsdienst, kann man die 2300 Jahre frühestens 31 n. Chr.
beginnen lassen, als Christus nämlich diesen Dienst als Hohepriester
im himmlischen Heiligtum begann. Dann würden die 2300 Jahre, von
denen wir immer glaubten, sie würden 1844 enden, ja frühestens im
Jahr 2331 Enden!
Wir sollten die Erkenntnisse unserer
Pioniere nicht geringschätzen oder sogar verwerfen.
Lasst uns alle auf dem Fundament stehen
bleiben, dass unsere Pioniere gelegt haben, und keine neuen Lehren
einführen, die dem alten Licht, das uns gegeben wurde,
wiedersprechen.
“Dann sah ich betreffs des „Täglichen“
in Daniel 8,12. daß das „Opfer“ durch menschliche Weisheit
hinzugefügt ist und nicht zu dem Text gehört, und daß der Herr die
richtige Ansicht hiervon denjenigen gab, die die Stunde des Gerichts
verkündigten.
Vor 1844, als Einigkeit herrschte,
hatten alle eine richtige Ansicht von dem „Täglichen
,“ aber
seit der Verwirrung von 1844 wurden andere Ansichten angenommen, und
Finsternis und Verwirrung war die Folge.” {EG 66.1}
“In reviewing our past history, having
traveled over every step of advance to our present standing, I can
say, Praise God! As I see what the Lord has wrought, I am filled with
astonishment, and with confidence in Christ as leader. We have
nothing to fear for the future, except as we shall forget the way the
Lord has led us,
and His teaching in our past
history.
“—1915, Life Sketches of Ellen G. White, 196. {3TT
443.3}

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