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Die Tricks der Lebensmittelindustrie

2. Tim 3:1-5
– Dies aber wisse, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten
werden;  denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldliebend,
prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar,
unheilig, lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam,
das Gute nicht liebend, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das
Vergnügen liebend als Gott, die eine Form der Gottseligkeit haben,
deren Kraft aber verleugnen. Und von diesen wende dich weg! 

Der Preiskampf im Supermarkt ist hart. Mit Versprechungen aller Art
lockt die Lebensmittelindustrie die Kunden. Aber bekommen die
Verbraucher eigentlich das, was sie zu kaufen glauben – Frische,
Gesundheit und natürlichen Geschmack? Bei genauerer Prüfung zeigt sich,
dass viele Produkte durch Zusatzstoffe oder Pestizide sogar
gesundheitsgefährdend sind.
Seit langem fordern Verbraucherverbände
verständlichere Deklarationsvorschriften. Trotzdem erlaubt der
Gesetzgeber das Geschmacksdoping aus dem Labor und lässt zu, dass zum
Beispiel “natürliche Aromen” nicht aus der Frucht selbst stammen müssen,
sondern im Labor hergestellt werden können. Kaum ein Kunde durchblickt
noch die Zusammensetzung unserer Supermarkt-Nahrung. Doch der Versuch,
diese mangelnde Transparenz durch eine verpflichtende Nährwertampel auf
den Produkten zu beheben, ist in Deutschland bisher durch massive
Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie gescheitert.
Auch der Einsatz
von Pestiziden bei der Obst- und Gemüseproduktion ist nach wie vor ein
Problem. Ein Großteil der Ware kommt aus dem spanischen Almeria, dem
größten Anbaugebiet von Lebensmitteln in Europa. Regelmäßige Messungen
zeigen, dass viele verschiedene Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt
werden, oft werden sogar mehr als 15 Substanzen in einem Nahrungsmittel
nachgewiesen. Wer weniger von mehreren Pestiziden auf die Felder sprüht,
kann die Überschreitung der gesetzlichen Höchstmengen umgehen. Das ist
bis heute völlig legal. Kritische Wissenschaftler fordern daher seit
langem, den Einsatz mehrerer Pestizide auf einem Feld zu beschränken,
denn einige Substanzen verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung auf
den menschlichen Organismus.
Fest steht, die Interessen der
Hersteller gehen über das Wohl des Verbrauchers. Letztlich kann der
Kunde die Lebensmittelindustrie nur durch sein Kaufverhalten steuern.

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