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He leadeth me

He leadeth me!

He leadeth me, He leadeth me,
By His own hand He leadeth me;
His faithful foll’wer I would be,
For by His hand He leadeth me.

Whatever you do, wherever you may be, you can be sure that your father leads you!!

Fear thou not; for I am with thee: be not dismayed; for I am thy God: I will strengthen thee; yea, I will help thee; yea, I will uphold thee with the right hand of my righteousness. Fear not: for I have redeemed thee, I have called thee by thy name; thou art mine. When thou passest through the waters, I will be with thee; and through the rivers, they shall not overflow thee: when thou walkest through the fire, thou shalt not be burned; neither shall the flame kindle upon thee.
Isaiah 41:10, 43:1.2

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Hiob. Fest im Glauben. Teil 2

Das letzte, was wir von Hiob gelesen
haben, war folgendes:
 

„Haben wir Gutes empfangen von Gott und
sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allem versündigte sich Hiob
nicht mit seinen Lippen.“ Hi 2, 10
Als drei Freunde von Hiobs Unglück hören,
beschließen sie ihn zu besuchen, um ihn zu beklagen und zu trösten. 
„Und da sie ihre Augen aufhoben von ferne,
kannten sie ihn nicht und hoben auf ihre Stimme und weinten, und ein jeglicher
zerriss sein Kleid, und sie sprengten Erde auf ihr Haupt gen Himmel und saßen
mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm;
denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.“ Hi 2, 12.13
Nach dieser einer Woche fängt Hiob ein langandauerndes
Gespräch an. Er fragt sich, warum ihn all dies Leid geschieht, denn er weiß,
dass keine unvergebene Sünde ihn von Gott trennt. Seine „Freunde“ –
anstatt ihres ursprünglichen Zieles – fangen nun an, ihn zu beschuldigen und
anzuklagen, er wäre ungerecht und voller Sünde, weswegen er Buße tun müsse. Sie
steigern sich so sehr in diese Angelegenheit hinein, dass sie ihn sogar
verspotten:
„Muss denn ein Schwätzer immer Recht
haben? Müssen die Leute zu deinem eitlen Geschwätz schweigen, dass du spottest
und niemand dich beschäme? Du sprichst: Meine Rede ist rein, und lauter bin ich
vor deinen Augen. Ach, dass Gott mit dir redete und täte seine Lippen auf und
zeigte dir die heimliche Weisheit! Denn er hätte noch wohl mehr an dir zu tun,
auf dass du wissest, dass er deiner Sünden nicht aller gedenkt. Meinst du, dass
du wissest, was Gott weiß, und wollest es so vollkommen treffen wie der
Allmächtige? Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch
so blähen mit leeren Reden? Du verantwortest dich mit Worten, die nicht taugen,
und dein Reden ist nichts nütze. Du hast die Furcht fahren lassen und redest
verächtlich vor Gott.“ Hi 11, 2-7;15, 2-4
Doch Hiob bleibt fest im Herrn:
 „Wollen
die leeren Worte kein Ende haben? Oder was macht dich so frech, also zu reden?
Der Gerechte wird seinen Weg behalten; und wer reine Hände
hat, wird an Stärke zunehmen. Wollt ihr Gott vertreten? Wird’s euch auch wohl
gehen, wenn er euch richten wird? Meint ihr, dass ihr ihn täuschen werdet, wie
man einen Menschen täuscht? Siehe, er wird mich doch erwürgen, und ich habe
nichts zu hoffen; doch will ich meine Wege vor ihm verantworten. Er wird ja
mein Heil sein; denn es kommt kein Heuchler
vor ihn.
“ Hi 16,3; 17,9; 13, 8.9.15.16
„Aber ich weiß, dass
mein Erlöser lebt; und als der letzte wird er über dem Staube sich erheben. Und nachdem diese meine Haut
zerschlagen ist, werde ich ohne mein Fleisch Gott sehen. Denselben werde ich sehen, und meine Augen
werden ihn schauen, und nicht als Fremden. Danach sehnt sich mein Herz
in mir.“ Hiob
19, 25-27
Hiob war so sehr mit Gott verbunden, dass
er ihm alles übergab und völlig vertrauen konnte! Er kannte seinen Erlöser,
sein Heiland war ihm nicht fremd. Und keiner, auch seine Freunde nicht, konnte
ihm diese Gewissheit nehmen, denn er war fest gegründet im Herrn.
Auch Jesaja konnte bezeugen: 
„So ist mein Gott: Er hat mich errettet und mir
geholfen, ich vertraue ihm und habe keine Angst. Der Herr allein gibt mir
Kraft.“ Jesaja 12,2
Kennst du Gott? Liebst du Gott? „Von
ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit all deiner Kraft?“
Ellen White schrieb einmal: „Wenn das ewige Leben uns nicht
alles bedeutet, hat es für uns keine Bedeutung.“ OHC, 94
Wieviel bedeutet dir Christus? Er hat
alles aufgegeben, um deinetwillen. Warum weihst du ihm nicht dein Lieben und folgst ihm in seinen Fußspuren nach?

Das Welt-Ethos der Neuen Welt-Ordnung

In diesem Artikel soll das Projekt Weltethos beleuchtet werden, dessen Initiator der katholische Theologe Hans Küng ist. Das von den Vereinten Nationen geförderte Projekt soll das ethische Fundament für die Neue Welt-Ordnung bilden.

In der Welt-Ethos-Erklärung, die im September 1993 in Chicago vom Parlament der Welt-Religionen ausgearbeitet wurde, lesen wir im Vorwort:

Niemand dürfte heute noch ernsthaft bestreiten: Eine Welt-Epoche, die anders als jede frühere geprägt ist durch Welt-Politik, Welt-Technologie, Welt-Wirtschaft und Welt-Zivilisation, bedarf eines Welt-Ethos. Das heißt: eines Grundkonsenses bezüglich verbindender Werte, unverrückbarer Maßstäbe und persönlicher Grundhaltungen. Ohne einen Grundkonsens im Ethos droht jeder Gemeinschaft früher oder später das Chaos oder eine Diktatur. Keine bessere Weltordnung ohne ein Welt-Ethos! Ein Welt-Ethos meint dabei weder eine Welt-Ideologie noch eine einheitliche Welt-Religion jenseits aller bestehenden Religionen noch eine Mischung aus allen Religionen.

In einem Statement vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen vom 7.-9. November 2001 proklamiert Hans Küng folgendes:

  • Kein Friede unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.
  • Kein Friede unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen.
  • Kein Dialog zwischen den Religionen ohne globale ethische Standards.
  • Kein Überleben unseres Globus in Frieden und Gerechtigkeit ohne ein neues Paradigma internationaler Beziehungen auf der Grundlage globaler ethischer Standards.

Die Behauptung ist also, dass es ohne globale ethische Standards keinen Dialog unter den Religionen und damit auch kein Überleben unseres Globus in Frieden und Gerechtigkeit geben kann.

 Schauen wir uns an, was Hans Küng mit Dialog der Religionen meint:
 Hans Küng schreibt in seinem Buch Projekt Weltethos, dass im interreligiösen Dialog jeder einzelne Partner seiner eigenen Tradition verpflichtet sei. Dieser individuelle Standpunkt müsse aber im Prozess des Dialogs zugleich für eine Umformung offen sein.[1] Mit einer Religion, die auf ihrem eigenen absoluten Wahrheitskriterium beharre, sei ein echter Dialog von vornherein aussichtslos. Die Führer aller Religionen müssten sich bekennen zu ihrer Mitverantwortung für den Weltfrieden, Nächstenliebe, Gewaltlosigkeit, Versöhnung und Vergebung.[2]

Jede Religion, die für sich den Anspruch auf absolute Wahrheit erhebt, steht demzufolge einem Dialog der Religionen im Wege und verhindert den Frieden unter den Nationen. In Hans Küngs Welt-Ethos hat eine Religion mit unverrückbaren Standpunkten keinen Platz.

 Angesichts der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA stellte Küng 12 Thesen über ein »Globales Ethos angesichts globaler Bedrohung« auf. Unter Punkt 12 ruft er zu einem neuen Paradigma „regionaler Versöhnung, Verständigung und Annäherung“ in der Politik auf, das sich nicht auf „‚postmodernistischen‘ Beliebigkeitspluralismus“ gründen dürfe, sondern vielmehr auf einen „gesellschaftlichen Konsens bezüglich bestimmter Grundwerte, Grundrechte und Grundpflichten“. Weiter fordert er:

Dieses elementare Welt-Ethos muss von allen gesellschaftlichen Gruppen mitgetragen werden, von Glaubenden wie Nichtglaubenden, von den Angehörigen der verschiedenen Religionen wie Philosophien oder Ideologien.

Schauen wir uns einmal an, wie der Ausdruck „Ethos“ in der Wikipedia definiert wird:

Der Duden definiert das Ethos als eine „vom Bewusstsein sittlicher Werte geprägte Gesinnung“ oder „Gesamthaltung“; als „ethisches Bewusstsein“ oder auch als Ethik im Sinne der Gesamtheit sittlicher Normen und Maximen, die einer (verantwortungsbewussten) Einstellung zugrunde liegen

Das Ethos steht nicht nur für das Verhalten einzelner, sondern auch für das Gefüge moralischer Verhaltensweisen der sozialen Institution, in der er lebt – objektiv als Sitte, subjektiv als Charakter. Durch das Ethos wird die Einheit einer bestimmten sozialen Gemeinschaft konstituiert, stabilisiert sowie von anderen Gemeinschaften abgegrenzt.

Im Welt-Ethos scheint es also um eine Art globales Bewusstsein zu gehen, das den Charakter und das moralische Verhalten jedes einzelnen bestimmt und so eine weltweite Einheit der Menschen herstellt.

Am Ende der Deklaration des Parlaments der Weltreligionen wird diese Vermutung bestätigt:

Wir plädieren für einen individuellen und kollektiven Bewußtseinswandel, für ein Erwecken unserer spirituellen Kräfte durch Reflexion, Meditation, Gebet und positives Denken, für eine Umkehr der Herzen.

Wie soll nun dieser globalen Bewußtseinswandel erreicht werden? Diese Frage behandelt Andreas Bummel in seinem Vortrag bei der „Freimaurerloge Johannes der Evangelist zur Eintracht“ in Darmstadt vom 19. September 2001:

… für die Mitglieder des Club of Budapest [ist] die Entwicklung des Bewußtseins, der Weltordnung und einer globalen Ethik eine „Parallelstrategie“. In dem 1996 vorgestellten „Manifest über globale Verantwortung“ heißt es: „Am Ende des 20. Jahrhunderts sind wir an einem historischen Scheideweg angekommen: in sozialer, spiritueller wie kultureller Hinsicht stehen wir unmittelbar an der Schwelle zu einer neuen Stufe unserer Entwicklung. Der Unterschied zu früheren Dekaden dieses Jahrhunderts ist dabei ebenso grundlegend wie jener zwischen Höhlenmensch und Viehzüchter, Nomade und Dorfbewohner. […] Welche Maßnahmen wir auch immer ergreifen mögen. Wir schaffen mit ihnen entweder den Rahmen für den Aufbau einer friedlichen, kooperativen globalen Gesellschaft und schreiben damit das große Abenteuer des Lebens, des Geistes und des Bewußtseins auf dieser Erde fort, oder wir inszenieren das Ende der Menschheit.“ Solange die planetarische Dimension nicht Bestandteil menschlichen Geistes und Bewußtseins sei, würde die Tendenz zur letzteren Option immer weiter zunehmen. Globales Bewußtsein aber umfasse das Wissen um und das Gefühl für die vitale Interdependenz und die grundsätzliche Einheit der Menschheit. Ein solches Bewußtsein beinhalte die bewußt vollzogene Annahme der Ethik, die mit dieser Erkenntnis verbunden ist. Hans Küng schließlich stellt explizit fest, dass es ohne ein Weltethos auch keine tragfähige Weltordnung geben kann. […] Eine solche Ethik wäre Ausdruck eines geänderten Bewußtseins und Triebkraft für ordnungspolitischen Strukturwandel auf allen Ebenen.

Herr Bummel geht auch auf die Rolle der Freimaurer bei dieser globalen Bewußtseinstransformation ein:

In seinem Buch über die „neue Utopie der Freimaurerei“ stellt Giuliano Di Bernardo die Übereinstimmung zwischen freimaurerischer Ethik und den vom Weltparlament der Religionen entwickelten Grundsätzen fest. Dieses Ergebnis ist nicht überraschend, schließlich wirken in der Freimaurerei Menschen aller Religionen. Es waren außerdem vor allem Freimaurer, die sich im Rahmen der amerikanischen Unabhängigkeit und der französischen Revolution für die Verwirklichung allgemeiner Menschenrechte eingesetzt haben. Durch die Verbreitung aufklärerischen Gedankenguts haben die Logen durch ihre praktische universelle Ethik in erheblichem Maße auch ein neues Bewußtsein verbreitet.

Auch lässt er keinen Zweifel daran, wohin die Reise gehen soll:

Es ist jetzt an der Zeit, den Nationalstaat als das zu erkennen, was er ist: ein notwendiges Übergangsstadium auf dem Weg zu einer föderalen Weltrepublik. Die Freimaurerei hat dazu beigetragen, universale Werte auf nationalstaatlicher Ebene zu verwirklichen. Die Aufgabe der Zukunft ist es, diese Werte global umzusetzen.

So ist es nur folgerichtig, dass Hans Küng im Mai 2007 den Kulturpreis der Deutschen Freimaurer erhielt mit den Worten: „Sie sprechen uns aus unserer freimaurerischen Seele“.

Zusammenfassend können wir feststellen, dass es eine weltweite Agenda für eine Neue Welt-Ordnung gibt, welche hinter den Kulissen von Geheimgesellschaften wie den Freimaurern und diversen Elite-Clubs vorangetrieben wird. Einhergehend damit wird eine globale Bewußtseinstransformation angestrebt, welche schließlich den Weg für ein Welt-Ethos ebnet, dem sich die gesamte Menschheit unterstellt.

In dieser Neuen Welt-Ordnung wird kein Platz mehr sein für Menschen, welche ihr Leben nach nicht verhandelbaren Maßstäben wie zum Beispiel der Bibel, dem Wort Gottes, ausrichten. Menschen die an Jesus Christus glauben, der den  Anspruch erhebt, die Wahrheit und der einzige Weg zu Gott zu sein (Joh 14,6), werden in dieser Neuen Welt-Ordnung die erklärten Feinde sein, Fundamentalisten, welche dem Welt-Frieden im Wege stehen.

Das Welt-Ethos wird dabei genau das sein, was es vorgibt, nicht sein zu wollen: Eine Neue Welt-Ideologie für Nichtglaubende und für Glaubende eine Neue Welt-Religion, welche den Welt-Frieden verspricht. Eine Kollektiverlösung, für welche sich jeder Mensch auf der Welt einem globalen Sittengesetz unterwerfen muss. Das Ziel ist eine Art Massenseele, wie sie Gustave Le Bon in Psychologie der Massen beschreibt.

 

 

Quellen:
Hans Küng, Projekt Weltethos, S. 132Hans Küng, Projekt Weltethos, S. 113Nicola Taubert: Weltethos & Sonntagsgesetz – Die globale Transformation

Kurt Hasel – Gebetsseminar

Eim Seminar über das Gebet mit Kurt Hasel
(Die Teile sind in einer Playlist untergebracht und können im
Youtube-Video-Fester einfach durchgeschaltet werden. (Schwarz=Online,
rot=Offline)

Teil 1: Mein persönliches Gespräch mit Got
Teil  2: Eine betende Gemeinde ist eine siegende Gemeinde

Teil 3: Gottes Siege liegen für dich bereit

Teil 4: Hilfe in aussichtslosen Fällen

Teil 5:  Wie kann ich richtige Entscheidungen treffen? 

Kommentar von mir: Das sollte jeder mal gehört haben!!

Pastor Anderson Reveals Pre-Trib Rapture Deception

Pastor Steven Anderson enthüllt die falsche Lehre einer „Entrückung vor der Zeit der Trübsal“

Eines vorweg: Pastor Steven Anderson ist kein Siebenten-Tags-Adventist, sondern hat eine eigene Kriche mit dem Namen „Faithful Word Baptist Chruch“ gegründet, nachdem er durch eigenes Bibelstudium herausgefunden hat, dass die Lehre der „Entrückung vor der Zeit der Trübsal“ nicht biblisch ist. Er sieht sich als bibeltreuer Christ und Baptist, gehört jedoch nicht zur Kirche der Baptisten, die ja den Dispensationalismus (Entrückung vor der Großen Trübsal) lehren. Und wie es scheint, hat er noch nicht den Sabbat als wahren Ruhetag Gottes erkannt. Außerdem glaubt er zum Beispiel, dass das Malzeichen des Tieres (Offenbarung 13,16.17) ein RFID-Mikrochip sein wird, was ich NICHT befürworte.

Nun war er bei Alex Jones (Radio- und Internetfernsehmoderator in Amerika) eingeladen, um diese falsche Lehre zu enthüllen. Ich stelle das hier rein, da es interessant ist zu sehen, wie das „Truthmovement“ (entstanden vor allem durch Alex Jones und seine Aufklärung über die Lügen rund um die Terroranschläge des 11.Septembers 2001) und wahre biblische Lehre immer mehr „zusammenrücken“. Alex Jones hat mittlerweile ein Millionenpublikum von Zuschauern, die auf der Suche nach Wahrheit sind. Er macht mit dieser Menge an Zuschauern schon locker den größten Fernsehanstalten wie CNN und Co. Konkurrenz. Alex Jones hat sehr viel dazu beigetragen, die Machenschaften von Geheimgesellschaften aufzudecken und bekannt zu machen, wodurch extrem vielen Menschen weltweit die Augen geöffnet wurden in Bezug auf was die dunklen Hintergründe des politischen Weltgeschehens sind (-> satanisches Wirken!)
Ich persönlich glaube, dass Gott seine schützende Hand über sein Werk hält und hoffe, dass sowohl Alex Jones als auch Pastor Steven Anderson noch zur vollen biblischen Wahrheit erwachen.

Sabbatheiligung – Wie, Was, Wo, Warum?

„Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.“ (2.Mose 20,8-11)

Dieses vierte Gebot hat uns der HERR gegeben um Seinen Tag zu heiligen. Wie man diesen Tag heiligt, ist für viele Christen kein Problem. Einige heiligen ihn wie es ihnen persönlich am liebsten ist und andere bemühen sich, ihn so zu heiligen, wie es Gott gefällt.

Diese verschiedenen Arten der Sabbatheiligung verursachen unter Geschwister Dilemma, Unruhen, Uneinigkeit, Streitereien und manchmal auch Hass.

„Der Herr wird sehr entehrt, wenn unter seinem Volk Zwietracht besteht. Die Wahrheit ist eine Einheit. Wenn das hohepriesterliche Gebet Christi von uns erfüllt werden soll, müssen wir die von Gott verlangte Einheit täglich pflegen. Der Uneinigkeit darf unter den Verkündigern der letzten Gnadenbotschaft nicht Raum gegeben werden; denn dies bedeutete für die Ausbreitung des Werkes Gottes ein folgenschweres Hindernis. Gottes Diener sollen eins sein, wie Christus mit dem Vater eins ist; ihre von Gott eingegebenen und geheiligten Kräfte müssen zu einem vollkommenen Ganzen vereint werden. Alle, die Gott lieben und seine Gebote halten, streben nicht auseinander, sondern schließen sich zusammen.“ 1

„Christus erkannte, dass Zusammenhalten und christliche Eintracht für Gottes Werk notwendig sind. Deshalb schärfte er diese Forderung seinen Jüngern ein. Die Geschichte des Christentums bis auf den heutigen Tag beweist überzeugend, dass Stärke nur in völliger Einigkeit zu finden ist. Unterstellt eure persönliche Auffassung dem bestimmenden Einfluss der Gemeinde!  

Die Apostel empfanden die Notwendigkeit unbedingter Einheit und arbeiteten ernsthaft auf dieses Ziel hin. Paulus ermahnte seine Brüder mit folgenden Worten: ‚Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, durch den Namen unsers Herrn Jesu Christi, dass ihr allzumal einerlei Rede führet und lasset nicht Spaltungen unter euch sein, sondern haltet fest aneinander in einem Sinne und in einerlei Meinung‘. 1.Korinther 1,10.“ 2  

Apostel Paulus hat schon damals davon gewarnt:

„Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.“ (2.Tim. 4,3.4)

In Jesaja 58. Kapitel, Prophet Jesaja beschreibt ein Volk, das in einer Zeit allgemeinen Abweichens von Wahrheit, Gerechtigkeit und Gebote Gottes war. Der Sabbat war so entstellt worden, dass seine Befolgung eher das Wesen selbstsüchtiger und eigenwilliger Menschen als das Wesen Gottes widerspiegelte. Prophet Jesaja beschreibt eine religiöse Krise, die unserer Zeit ähnelt.

In unmissverständlichen Worten weist der Prophet auf das besondere Werk dieses Volksrestes hin, der die Mauer baut.

„Wenn du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tage und den Sabbat »Lust« nennst und den heiligen Tag des HERRN »Geehrt«; wenn du ihn dadurch ehrst, dass du nicht deine Gänge machst und nicht deine Geschäfte treibst und kein leeres Geschwätz redest, dann wirst du deine Lust haben am HERRN, und ich will dich über die Höhen auf Erden gehen lassen und will dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob; denn des HERRN Mund hat’s geredet.“ (Jesaja 58,13-14)

Weitere Hinweise über die Heiligung des Sabbats, finden wir im Schrifttum des Geistes der Weis-sagung:

„Wir sollten mit Eifer über die Zeit des Sabbats wachen und daran denken, dass jeder Augenblick geweihte, heilige Zeit ist. Wenn möglich, sollten Arbeitgeber ihren Ange-stellten die Zeit von Freitagmittag bis zum Sabbatanfang freigeben, damit sie Zeit zur Vorbereitung haben und den Tag des Herrn in Ruhe und Sammlung willkommen heißen können. Wer so handelt, wird keinen Verlust erleiden, selbst nicht in irdischen Dingen.  

Am Freitag beende man alle Vorbereitungen für den Sabbat; die Kleidung liege bereit, das Kochen sei besorgt, die Schuhe geputzt und jeder gebadet. Das lässt sich einrichten. Macht man es sich zur Gewohnheit, kann es leicht durchgeführt werden. Am Sabbat sollte man weder Kleidung ausbessern, Essen kochen, an Vergnügungen teilnehmen, noch irgendeiner weltlichen Beschäftigung nachgehen. Legt vor Sonnenuntergang alle weltlichen Arbeiten, alle weltlichen Zeitungen und Bücher beiseite. Eltern, erklärt euren Kindern eure Handlungsweise und deren Zweck und lässt sie an euren Vorbereitungen teilnehmen, um den Sabbat dem Gebot entsprechend zu feiern.

Noch etwas muss am Rüsttag besonders beachtet werden. An diesem Tage sollte alles Trennende zwischen Geschwistern, sei es in der Familie oder in der Gemeinde, beseitigt werden. Reinigt eure Seelen von Bitterkeit, Zorn und allem Bösen. In demütigem Geiste ‚bekenne einer dem andern seine Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet‘ (Jakobus 5,16).“ 3

Vor einige Zeiten haben wir als Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten ein Dokument über die Grundsätze und Theologie der Sabbatfeier von unserem Verband bekommen. Herausgeber dieses Dokumentes sind Süddeutscher Verband, Westdeutscher Verband, Deutschschweizerische Vereinigung und Österreichische Union.

In dessen Präambel lesen wir:

„Wir legen unseren Gemeindegliedern ans Herz, dieses Dokument sorgfältig zu lesen und sich zu einer innerlich befreienden Sabbatheiligung ermutigen zu lassen. Sie wird unser Verhältnis zu Gott vertiefen, unserem Leben gegen alle Hektik Rhythmus und Entspannung geben und uns helfen, in unserer modernen Welt mit ihren vielfältigen Anforderungen als Adventgläubige zu bestehen.“

Auf Seite 11 dieses Dokumentes lesen wir:

Vorbereitung für den Sabbat

„Wenn der Sabbat richtig geheiligt werden soll, muss die ganze Woche so geplant werden, dass jedes Familienmitglied bereit ist, Gottes heiligen Tag willkommen zu heißen. Das bedeutet, dass die erwachsenen Familienglieder die Hausarbeit, den Einkauf, die Vorbereitung von Nahrungs-mittel, das Zurechtmachen der Kleidung sowie alle übrigen notwendigen Dinge des täglichen Lebens in einer Weise organisieren, dass sie am Freitagabend vor Sonnenuntergang beendet sind. …“

Auch im Buch „WAS ADVENTISTEN GLAUBEN – Biblische 27 Grundlehren umfassend erklärt“ auf Seite 385 steht geschrieben:

„Der Sabbat beginnt am Freitagabend bei Sonnenuntergang und endet am Samstagabend mit Sonnenuntergang (siehe 1.Mose 1,5; vgl. Mk 1,32). Die Schrift nennt den Tag vor dem Sabbat (Freitag) den Rüsttag (Mk 15,42); er dient zur Vorbereitung auf den Sabbat, damit nichts dessen Heiligkeit stört. An diesem Tag sollten diejenigen, die für Mahlzeit in der Familie verantwortlich sind, das Essen vorbereiten, damit auch sie in der heiligen Zeit des Sabbats von ihrer Arbeit ausruhen können (siehe 2.Mose 16,23; 4.Mose 11,8).

Lesen wir diese angegebenen Verse aus der Bibel – 2.Mose 16,23-30:

„Und er sprach zu ihnen: Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen.

Und sie legten beiseite bis zum nächsten Morgen, wie Mose geboten hatte. Da wurde es nicht stinkend, und war auch kein Wurm darin.

Da sprach Mose: Esst dies heute, denn heute ist der Sabbat des HERRN; ihr werdet heute nichts finden auf dem Felde.

Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein.

Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, um zu sammeln, und fanden nichts.

Da sprach der HERR zu Mose:

Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten?

Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten Tage. Also ruhte das Volk am siebenten Tage.“

Wie schon zu merken ist, handelt es sich hier um eine Sache die heute sehr umstritten ist:

„die Vorbereitung von Nahrung für den Sabbat.

Unter diesem Wort „Vorbereitung“ entstehen schon die ersten Schwierigkeiten.

Einige meinen, dass unter Vorbereitungdes Essens am Freitag, zu verstehen sei, dass man vorhandene Nahrungsmittel zurechtschneidet, wäscht, kochbereitstellt, um es am Sabbat kochen zu können.

Die anderen meinen „Vorbereitung“ bedeute: alles am Freitag zu machen:

zurechtschneiden, waschen, backen und kochen.

Am Sabbat soll nicht gekocht, nicht gebacken und nicht gegrillt werden.

Und das ist das was Gott in 2.Mose 16,23 angeordnet hat:

„Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen.

Dies bestätigt uns auch die allgemeine Literatur:

Im „Wörterbuch zum Neuen Testament“ steht geschrieben:

„… verschiedenes wird am Sabbat verboten: die Nahrung vorbereiten, Feuer anzünden, Holz sammeln …“ 4

Hier sehen wir deutlich, was unter der „Nahrung Vorbereitung“ zu verstehen ist:

Das vorhandene Nahrungsmittel wird am Freitag zurechtgeschnitten, gewaschen, gekocht oder gebacken.

Diese ganze Arbeit war und ist am Sabbat verboten!!!

Im Jerusalemer „BIBEL LEXIKON“ können wir lesen:

„An allen diesbezüglichen Stellen der fünf Bücher Mose ergeht das Verbot, am Sabbat zu arbeiten (2.Mose 23,12; 34,21; 35,2; 3.Mose 23,3; 5.Mose 5,14). Diese Arbeitsverbot, das vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Einbruch der Nacht am Samstag einzuhalten ist, galt nicht nur den Israeliten, sondern auch den fremden Bewohnern, den Sklaven, und Tieren (2.Mose 20,10; 23,12; 5.Mose 5,14). Einige biblische Texte bestimmen genauer, welche Arbeiten am Sabbat untersagt sind: so Backen, Kochen, das sammeln von Nahrung und Reisen (2.Mose 16,23-30). Für die Mahlzeiten am Sabbat ist bereits am Vortag zu sorgen… Feueranzünden fällt ebenfalls unter das Verbot (2.Mose 35,3).“ 5

Feueranzünden fällt ebenfalls unter das Verbot.

„Ihr sollt kein Feuer anzünden am Sabbattag in allen euren Wohnungen.“ (2.Mose 35,3)

Warum soll kein „Feuer angezündet werden am Sabbattag?“

Im Buch „UNSER RUHETAG“, von Gustav Tobler steht die Antwort:

„Dieses Verbot war offensichtlich für die Zeit der Wüstenwanderung bestimmt, während welcher gar kein Feuer nötig war außer etwa für das Kochen.“ 6

Im „KOMMENTAR ZUR BIBEL“, (Brockhaus) wird das bestätigt:

„Bevor irgendeine Arbeit begonnen wird, wird das Sabbatgebot wiederholt; denn Gottes Werk muss in Übereinstimmung mit seinem Gesetz getan werden. Das Gebot stimmt in Bedeutung und Inhalt mit 2.Mose 31,12-17 überein. Kein Feuer anzünden: Diese Anweisung ist bereits in 2.Mose 16,23 enthalten. 7

Und was sagt uns 2.Mose 16,23?

„Und er sprach zu ihnen: Das ist’s, was der HERR gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den HERRN. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, dass es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen.

Sie haben gekocht und gebacken am Freitag – weil es am diesen Tag Feuer vorhanden war.

Am Sabbat war kein Feuer da.

Wie konnten sie dann kochen und backen ???

Betrachten wir 4.Mose 15,32-36:

„Als nun die Israeliten in der Wüste waren, fanden sie einen Mann, der Holz auflas am Sabbattag. Und die ihn dabei gefunden hatten, wie er Holz auflas, brachten ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde. Und sie legten ihn gefangen, denn es war nicht klar bestimmt, was man mit ihm tun sollte. Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor dem Lager. Da führte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigte ihn, so dass er starb, wie der HERR dem Mose geboten hatte.“

Dazu Kommentar in „Patriarchen und Propheten“:

„Er wollte dem Gesetz Gottes seine trotzige Verachtung zeigen und wagte es, das vierte Gebot offen zu übertreten. Er ging am Sabbat hinaus, um Holz zu sammeln. Während des Aufenthaltes in der Wüste war das Anzünden von Feuer am siebenten Tage streng untersagt. vgl. 2.Mose 35,3. Das Verhalten dieses Mannes war eine absichtliche, wohlüberlegte Verletzung des vierten Gebotes, also keine Sünde aus Gedankenlosigkeit oder Unkenntnis, sondern aus Vermessenheit.“ 8  

Noch einmal die Frage: Wenn „während des Aufenthaltes in der Wüste das Anzünden von Feuer am siebenten Tage streng untersagt war (vgl. 2.Mose 35,3)“, wie konnten sie dann am Sabbat kochen und backen ???

Zur Vertiefung lesen wir in Schrifttum des Geistes der Weissagung:

„Während die Vorbereitung für den Sabbat die ganze Woche hindurch getroffen werden soll, so ist doch der Freitag der besondere Rüsttag. Der Herr sagte den Kindern Israel durch Mose: ‚Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des Herrn; was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das lasset bleiben, dass es behalten werde bis morgen.“ ‚Und das Volk lief hin und her, und sammelte, und zerrieb es (das Manna) mit Mühlen, und stieß es in Mörsern, und kochte es in Töpfen, und machte sich Aschenkuchen daraus.“ 2.Mose 16,23; 4.Mose 11,8. Es musste etwas getan werden, um das vom Himmel gesandte Brot für die Kinder Israel zuzubereiten. Der Herr sagte ihnen, dass diese Arbeit am Freitag, dem Rüsttag, getan werden müsse. Dies war für sie eine Prüfung. Gott wollte sehen, ob sie den Sabbat heiligten oder nicht.“ 9

Wir sollten für den Sabbat nicht vielerlei Gerichte kochen oder eine größere Auswahl von Speisen auf den Tisch bringen als an anderen Tagen…“.10

„Obwohl das Kochen am Sabbat vermieden werden soll, ist es nicht notwendig, kalte Speisen zu essen. Bei kaltem Wetter kann man die am Vortage zubereiteten Gerichte wärmen. Die Gerichte sollen, obwohl einfach, dennoch einladend und schmackhaft sein. Man sorge für etwas Besonderes, das die Familie nicht jeden Tag zu essen bekommt.“ 11

„Gott führte sein Volk Israel aus Ägypten, damit sie den Sabbat halten konnten, und gab ihnen genaue Anweisungen, wie er zu feiern ist. Die Zehn Gebote, die er mit eigener Stimme vom Sinai sprach, und die Anweisungen, die Er Mose gab, wurden zum Besten aller Menschen aufgezeichnet, die bis zum Ende der Zeit auf Erden leben würden. Gott gab dem Menschen sechs Tage zur Arbeit, den siebenten aber sonderte er für sich ab; und allen, die ihn heilig halten, sagte er Segen zu.“ 12

„Der Herr ist in bezug auf seinen Sabbat heute nicht weniger genau als bei seinen besonderen Anweisungen für die Kinder Israel. Er forderte sie auf, am sechsten Tage, dem Vorbereitungstag für die Sabbatruhe, alles zu backen und zu kochen, was sie wollten.“ 13  

Der Sabbat ist das Zeichen des Gehorsams. Wer das vierte Gebot von Herzen befolgt, wird dem ganzen Gesetz gehorsam sein; er wird durch Gehorsam geheiligt.“ 14

In „HANDBUCH ZUR BIBEL“, Brockhaus Verlag Wuppertal, steht geschrieben:

„Die Einhaltung des Sabbatgebotes ist der Gradmesser für den geistlichen Zustand des Volkes. Die Sabbatheiligung dient als Prüfstein des Gehorsams Gott gegenüber.“ 15

„Die göttliche Barmherzigkeit hat angeordnet, dass man für Kranke und Leidende sorgen soll; wenn wir zu ihrem Wohlbefinden beitragen, so ist das eine notwendige Arbeit und keine Verletzung des Sabbatgebotes. Alle unnötige Arbeit aber sollte man unterlassen. Manche lassen kleinere Erledigungen, die am Tage der Vorbereitung getan werden sollten, unbekümmert bis zum Sabbatanfang liegen. Das sollte nicht sein. Jede Arbeit, die man bis zum Beginn der heiligen Zeit nicht erledigt hat, sollte man liegen lassen, bis der Sabbat vorbei ist.“ 16  

„Es wurde die Frage gestellt: „Sollen unsre Gaststätten am Sabbat geöffnet sein?“ Meine Antwort lautet: Nein, nein! Das Halten des Sabbats ist unser Zeugnis für Gott, das Merkmal oder Zeichen zwischen ihm und uns, dass wir sein Volk sind. Niemals darf dieses Merkmal verwischt werden.  

Wenn die Angestellten in unsern Gaststätten für die Besucher am Sabbat Essen zubereiten wie an Wochentagen, wo bliebe da ihr Ruhetag? Welche Möglichkeit hätten sie dann, ihre körperlichen und geistigen Kräfte zu stärken?“ 17  

Das gleiche gilt auch für das Grillen am Sabbat.

Grillen am Sabbat ist genauso verboten wie kochen und backen.

„Der Sonntag ist im allgemeinen der Tag, an dem man Feste feiert oder dem Vergnügen nachgeht. Aber der Herr möchte, dass sein Volk der Welt ein besseres und höheres Beispiel gibt. Am Sabbat sollte sich die gesamte Familie Gott mit ernster Weihe nahen. Das Gebot umfasst jeden, der in unseren Toren ist; alle, die sich im Hause befinden, sollen ihre weltlichen Arbeiten zur Seite legen und die heiligen Stunden in Andacht verbringen. Lasst alle miteinander Gott an seinem heiligen Tage in freudigem Dienst Ehre erweisen.“ 18  

„Diese Anweisung aus dem Munde des Herrn dient auch uns zur Lehre. Die Bibel ist ein vollkommener Führer. Werden ihre Seiten unter Gebet und mit dem herzlichen Verlangen erforscht, sie zu verstehen, dann braucht niemand in dieser Frage zu irren.“ 19

Die Unterscheidungslinie zwischen unsrer Gemeinde und der Welt muss unmissverständlich erhalten bleiben. Unser Standort ist das Gesetz Gottes, das uns zur Pflicht macht, den Sabbat zu heiligen; denn es wird im 31. Kapitel des 2. Buches Moses deutlich gesagt, dass die Heiligung des Sabbats ein Zeichen zwischen Gott und seinem Volk ist. Er verkündet: „Haltet meinen Sabbat; denn derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, dass ihr wisset, dass ich der Herr bin, der euch heiligt. Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein… Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich.“  

„Wir sollen stets auf ein ‚So spricht der Herr‘ achten, selbst wenn wir durch unsern Gehorsam denen beschwerlich fallen, die den Sabbat nicht ehren. Hier sind die vermeintli­chen Bedürfnisse des Menschen, dort die Gebote Gottes. Was ist uns wichtiger?“ 20  

„Wir sind aufgerufen, der Welt die unverfälschten, edlen, heiligen Grundsätze kundzutun, die das Volk Gottes von der Welt unterscheiden. Statt sich als Volk Gottes immer weniger von denen zu unterscheiden, die den siebenten Tag nicht beobachten, sollte es das Halten des Sabbats so sinnfällig machen, dass die Welt nicht fehlgehen kann, dieses Volk als Siebenten-Tags-Adventisten zu erkennen.“ Manuskript 162, 1903. 21

„Bezugnehmend auf die, die dem erhaltenen Licht den Rücken kehren, sagte er: ‚Wenn sie das Zeugnis, das ich dir gab, verachten und zurückweisen, dann haben sie nicht dich, sondern mich, den Herrn, verachtet.“ 22  

„Stimmen die Zeugnisse nicht mit dem Worte Gottes überein, dann verwerft sie“.

„Christus und Baal können nicht zusammengehen.“ 23

Glaubet an den HERRN, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubet seinen Propheten, so wird es euch gelingen.“ (2.Chr. 20,20)

Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; wandelt ganz auf dem Wege, den ich euch gebiete, auf dass es euch wohl gehe.“

(Jer. 7,23).

Gehorsam ist besser als Opfer…“ (1.Sam.15,22)

„Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus! (Offb. 14,12)

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Literaturverzeichnis

1   E.G. White: „Aus der Schatzkammer der Zeugnisse“, Buch I, Seite 41

2  ebd. Seite 409

3 ebd. Buch III, Seite 17

4   Xavier Léon-DufourWörterbuch zum Neuen Testament“, Kösel-Verlag München, 1977, Seite 351

5   Kurt Henning, Jerusalemer „BIBEL LEXIKON“, Hänssler-Verlag, 1999, S. 748.749.

6   Gustav Tobler: „UNSER RUHETAG“, Advent-Verlag Zürich, Seite 55

7 „KOMMENTAR ZUR BIBEL“, Brockhaus Verlag Wuppertal, 2003, S. 165.

8   E.G. White: „Patriarchen und Propheten“, Seite 390

9   E.G. White: „Zeugnisse für die Gemeinde“, Band 6, S.355.

E.G. White: „Aus der Schatzkammer der Zeugnisse“, Band 3, S. 16.

E.G. White: „Zeugnisse für die Gemeinde“, Band 6, S.356.

  1. ebd. Seite 357.

11 ebd. Seite 358.

E.G. White: „In den FUSSSPUREN des GROSSEN Arztes“, S. 312.

E.G. White: „Aus der Schatzkammer der Zeugnisse“, Buch III, S. 18.

12 ebd. Buch II, S. 164.

13 E.G. White: „Die Geschichte der Erlösung“, S. 123.

14   E.G. White: „Aus der Schatzkammer der Zeugnisse“, Buch III, S. 12.

15 „HANDBUCH ZUR BIBEL“, Brockhaus Verlag Wuppertal, 1975, Seite 170

16 E.G. White: „Aus der Schatzkammer der Zeugnisse“, Buch II, S. 164/165.

17 ebd. Buch III, Seite 109.

18   ebd. Buch II, Seite 165.

19 ebd. Buch III, Seite 16.

20 ebd. Seite 110.

21 E.G. White: „Evangelisation“, Page 233

22 E.G. White: „Aus der Schatzkammer der Zeugnisse“, Buch II, S. 270.

23 ebd. Seite 273.

 

Kleines Opfer 1×1 der Bibel

   1)   Brandopfer (3.Mose 1; 6)


     Vorgehen des Sünders:

  • – Lege deine Hand auf den Kopf des Tieres, um Sühnung zu erwirken 3. Mose 1, 4 
  • – Schlachte das Tier 3. Mose 1, 5

    Vieh: Rind [m]; ohne Fehler 3. Mose 1, 3

    Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes 3. Mose 1, 3

    Vorgehen des Priesters: 3. Mose 1, 5-9

  • –         
    Sprenge
    das Blut rings um den Brandopferaltar her 
  • –         
    Ziehe
    die Haut des Viehs ab 
  • –         
    Zerlege
    das Rind in Stücke 
  • –         
    Lege
    die Stücke, Kopf und Fett auf den Brandopferaltar 
  • –         
    Wasche
    die Eingeweide und Unterschenkel. Lege auch diese auf den Brandopferaltar
  • –         
     Lasse das Ganze in Rauch aufgehen
    Kleinvieh: Schaf, Ziege; [m]; ohne Fehler 3. Mose 1, 10

    Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes [Nordseite des Brandopferaltars] 3. Mose 1, 3.11

    Vorgehen des Priesters: 3. Mose 1, 11-13

  • – Sprenge das Blut rings um den Altar herum
  • – Zerlege das Kleinvieh in Stücke
  • – Lege die Stücke, Kopf und Fett auf den Brandopferaltar
  • – Wasche Eingeweide und Unterschenkel mit Wasser
  • – Bringe das Ganze auf dem Brandopferaltar dar und lasse es in Rauch aufgehen

    Vogel: Turteltaube; junge Taube 3. Mose 1, 1

    Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes 3. Mose 1, 3

    Vorgehen des Priesters: 3. Mose 1, 15-17

  • – Kneife den Kopf ab
  • – Sprenge das Blut rings um den Brandopferaltar
  • – Trenne den Kropf mit Inhalt ab und schütte es neben dem Altar nach Osten hin
  • – Reiße die Flügel ein [Vorsicht: nicht abreißen!!]
  • – Lasse die Taube in Rauch aufgehen

    Ergänzende Vorschriften 3.Mose 6, 1-6
  • – Das Brandopfer soll die ganze Nacht über, bis hin zum Morgen, auf dem Altar sein
  • – Das Blut des Schlachtopfer darf nicht mit Gesäuertem dargebracht werden 2.Mose 23, 18
  • – Das Feuer soll in Brand gehalten werden, d.h. es darf nicht erlöschen
  • – Die Fettasche soll zunächst neben dem Brandopferaltar nach Osten hin gelegt werden; später soll es  vor das Lager an einen reinen Ort gebracht werden
  • – Alles woran ein Makel ist, darfst du nicht darbringen 3.Mose 22, 20

 

2)   Speisopfer (3.Mose 2; 6)

    a. Allgemeines zum Speisoper

    Vorgehen des Sünders: 3. Mose 2, 1-2.8.13

  • – Nimm Weißengrieß und gieße Öl dazu. Lege anschließend Weihrauch auf das Speisopfer
  • – Salze dein Speisopfer
  • – Bringe das Speisopfer dem Priester

    b. Speisopfer als Ofengebäck

    Vorgehen des Sünders: 3. Mose 2, 4.13

  • – Nimm Weißengrieß, durchmenge es mit Öl und bereite einen ungesäuerten Kuchen zu.
  • – Wenn du einen ungesäuerten Fladen machen willst, salbe ihn mit Öl.
  • – Salze dein Speisopfer

    c. Speisopfer aus der Pfanne / Topf

    Vorgehen des Sünders: 3. Mose 2, 5-8.13

  • – Nimm Weißengrieß, durchmenge es mit Öl, ungesäuert.
  • – Nachdem der Teig in der Pfanne erhärtet ist, zerbreche das Gebäck in Stücke und gieße Öl darauf
  • – Salze dein Speisopfer

    d. Speisopfer von den ersten Früchten

    Vorgehen des Sünders: 3. Mose 2, 12-15

  • – Bringe am Feuer geröstete Ähren zusammen mit Graupen [= zerstoßende Weißenkörner] dar
  • – Gieße Öl und lege Weihrauch darauf
  • – Salze dein Speisopfer

    Vorgehen des Priesters: 3. Mose 2, 2.8-10; 6, 9

  • – Nimm den entsprechenden Anteil des Speisopfers [z.B. Bei „Allgemeines zum Speisopfer“ nimm eine Handvoll Weißengrieß, Öl und das ganze Weihrauch oder bei dem „Speisopfer von den ersten Früchten“, die Ähren mit den Graupen]
  • – Lass diesen Teil als Askara [d.i. der zu verbrennende Teil des Speisopfers] auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen
  • – Der andere Teil des Speisopfers, das dir gehört, soll im Vorhof der Stiftshütte gegessen werden

    Ergänzende Vorschriften 3.Mose 2, 11; 6, 7-11

  • – Das Speisopfer darf niemals aus Gesäuertem gemacht werden; menge niemals Honig bei
  • – Das Blut des Schlachtopfer darf nicht mit Gesäuertem dargebracht werden 2.Mose 23, 18
  • – Das Erste von den Erstlingen deines Ackers sollst du in das Haus des Herrn bringen 2.Mose 23, 19
  • – Alles woran ein Makel ist, darfst du nicht darbringen 3.Mose 22, 20

 

3)   Sündopfer (3.Mose 4; 5) 

 

4 Kategorien von Sündern

  • 1. Priester 3.Mose 4, 3
  • 2. Versammlung/Gemeinde 3.Mose 4, 13
  • 3. Fürst 3.Mose 4, 22
  • 4. normaler Israelit 3.Mose 4, 27

Regel: Wenn jemand aus Versehen gegen irgendetwas sündigt, was der Herr verboten hat, dann soll diese Person ein Sündopfer darbringen. 3.Mose 4, 2.27.28

Versprechen Gottes: Es wird dir vergeben werden 3.Mose 4, 31

a. Sündopfer – Priester

Vieh: Jungstier [m]; ohne Fehler 3.Mose 4, 3

Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes; innerhalb des Zeltes 3.Mose 4, 4

Vorgehen des in Sünde geratenden Priesters: 3.Mose 4, 4-12

  • – Lege deine Hand auf den Kopf des Stieres
  • – Schlachte den Stier
  • – Nimm Blut des Stieres und bringe es in die Stiftshütte
  • – Tauche deine Finger in das Blut und sprenge es 7x gegen den 2. Vorhang
  • – Nimm etwas Blut des Stieres und bestreiche damit die Hörner des wohlriechenden Räucheropferaltars
  • – Den Rest des Blutes gieße vollständig an den Fuß des Brandopferaltars
  • – Trenne alles Fett des Stieres ab und lasse dies zusammen mit den beiden Nieren auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen
  • – Bringe den gesamten Rest [Haut, Kopf, Unterschenkel, Eingeweide, Mageninhalt usw.] vor das Lager, an einen reinen Ort [derselbe Ort, wohin auch die Fettasche gebracht wird]
  • – Verbrenne diesen Rest auf Holzscheiten

b. Sündopfer – Versammlung/Gemeinde

Vieh: Jungstier [m]; ohne Fehler 3.Mose 4, 14

Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes; innerhalb des Zeltes 3.Mose 4, 14.16

Vorgehen der in Sünde geratenden Versammlung / Gemeinde: 3.Mose 4, 15

  • – Die Ältesten der Gemeinde sollen ihre Hand auf den Kopf des Stieres legen
  • – Schlachtet den Stier

Vorgehen des Priesters: 3.Mose 4, 16-21.12

  • – Nimm Blut des Stieres und bringe es in die Stiftshütte
  • – Tauche deine Finger in das Blut und sprenge es 7x gegen den 2. Vorhang
  • – Nimm etwas Blut des Stieres und bestreiche damit die Hörner des wohlriechenden Räucheropferaltars
  • – Den Rest des Blutes gieße vollständig an den Fuß des Brandopferaltars
  • – Trenne alles Fett des Stieres ab und lasse dies zusammen mit den beiden Nieren auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen
  • – Bringe den gesamten Rest [Haut, Kopf, Unterschenkel, Eingeweide, Mageninhalt usw.] vor das Lager, an einen reinen Ort [derselbe Ort, wohin auch die Fettasche gebracht wird]
  • – Verbrenne diesen Rest auf Holzscheiten

c. Sündopfer – Fürst

Vieh: Ziegenbock [m]; ohne Fehler 3.Mose 4, 23
 

Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes

Vorgehen des in Sünde geratenden Fürsten: 3.Mose 4, 24

  • – Lege deine Hand auf den Kopf des Ziegenbocks
  • – Schlachte den Ziegenbock

Vorgehen des Priesters: 3.Mose 4, 25-27.12

  • – Nimm Blut des Ziegenbocks und bestreiche damit die Hörner des Brandopferaltars
  • – Den Rest des Blutes gieße vollständig an den Fuß des Brandopferaltars
  • – Trenne alles Fett des Ziegenbocks ab und lasse dies zusammen mit den beiden Nieren auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen
  • – Bringe den gesamten Rest [Haut, Kopf, Unterschenkel, Eingeweide, Mageninhalt usw.] vor das Lager, an einen reinen Ort [derselbe Ort, wohin auch die Fettasche gebracht wird]
  • – Verbrenne diesen Rest auf Holzscheiten

d. Sündopfer – normaler Israelit

Vieh: Ziege / Schaf; [w]; ohne Fehler 3.Mose 4, 28.32

Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes

Vorgehen des in Sünde geratenden Israeliten: 3.Mose 4, 29

  •  – Lege deine Hand auf den Kopf des Sündopfers
  • – Schlachte das Sündopfer

Vorgehen des Priesters: 3.Mose 4, 30-32.12

  • – Nimm Blut der Ziege / des Schafes und bestreiche damit die Hörner des Brandopferaltars
  • – Den Rest des Blutes gieße vollständig an den Fuß des Brandopferaltars
  • – Trenne alles Fett der Ziege / des Schafes ab und lasse dies zusammen mit den beiden Nieren auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen
  • – Bringe den gesamten Rest [Haut, Kopf, Unterschenkel, Eingeweide, Mageninhalt usw.] vor das Lager, an einen reinen Ort [derselbe Ort, wohin auch die Fettasche gebracht wird]
  • – Verbrenne diesen Rest auf Holzscheiten

Vogel: 2 Turteltauben / junge Tauben [1 zum Sündopfer und 1 zum Brandopfer] 3.Mose 5, 7

Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes

Vorgehen des in Sünde geratenden Israeliten: 3.Mose 5, 8

  • – Bringe die Tauben zum Priester

Vorgehen des Priesters: 3.Mose 5, 8-11

  • – Bringe zuerst das Sündopfer dar
  • – Kneife der Taube, dicht am Genick den Kopf ab [trenne den Kopf vollständig ab]
  • – Sprenge ein Teil des Blutes gegen die Wand des Brandopferaltares
  • – Drücke den Rest des Blutes an den Fuß des Altares aus
  • – Mit dem Brandopfer verfahre wie §XY

Speise: Efa Weißengrieß 3.Mose 5, 11

Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes

Vorgehen des in Sünde geratenden Israeliten: 3.Mose 5, 11.12

  • – Gieße kein Öl den Weißengrieß
  • – Lege keinen Weihrauch dazu
  • – Bringe dieses Sündopfer zum Priester

Vorgehen des Priesters: 3.Mose 5, 12-13

  • – Nimm die Askara
  • – Lass diesen Teil auf dem Brandopferaltar als Rauch aufgehen
  • – Der andere Teil des Sündopfers, das dir gehört, soll im Vorhof der Stiftshütte gegessen werden

Beispiele für Vergehen, wenn … 3.Mose 5, 1-5

  • – jemand die „Stimme der Verfluchung hört“, und er meldet sich nicht als Zeuge, obwohl er das Verbrechen gesehen oder davon erfahren hat
  • – jemand unbeabsichtigt den Kadaver eines wilden oder zahmen Tieres oder eines Kriechtieres berührt und sich so vor Gott verunreinigt
  • – jemand zu spät bemerkt, dass er einen Menschen berührt hat, der aus irgendeinem Grund unrein ist
  • – jemand unüberlegt einen Schwur ausspricht – so wie man schnell einmal etwas unbedacht sagt und erst später die Folgen merkt -, ganz gleich, ob er mit dem Schwur etwas Gutes oder Schlechtes bewirken wollte.

Ergänzende Vorschriften 3.Mose 6, 19-23

  • – Das Blut des Schlachtopfer darf nicht mit Gesäuertem dargebracht werden 2.Mose 23,18
  • – Der Priester soll ein Teil des Sündopfers, das geschlachtet worden ist in dem Bereich des Vorhofes, essen. Aber nur von dem Sündopfer, wo das Blut nicht in das Heiligtum gebracht worden ist.
  • – Der restliche Teil soll verbrannt werden
  • – Alles woran ein Makel ist, darfst du nicht darbringen 3.Mose 22, 20

 

4)   Schuldopfer (3.Mose 5, 14-26; 7, 1-10)

Regel: Wenn jemand z.B. auf
folgende Weise gegen eine Person sündigt, muss er ihr alles zurückgeben:
  • –          
    was er geraubt oder
    durch Erpressung gewonnen hat,
  • –          
    was ihm anvertraut
    wurde,
  • –          
    was er gefunden
    hat oder
  • –          
    was er durch einen
    Meineid an sich gebracht hat.
Der Schuldige muss
alles vollständig nach seiner vollen Summe erstatten und noch

 dazugeben.
Und dem Herrn soll er sein Schuldopfer bringen: einen Widder ohne Fehler. Und
der Priester soll für den Täter Sühnung erwirken vor dem Herrn.

Versprechen Gottes: Es wird dir vergeben werden

Vorgehen des Sünders:

  • – Bringe dem Priester ein Widder ohne Fehler
  • – Erstatte den Wert des Schadens
  • – Füge diesem an Wert hinzu

Vorgehen des Priesters:

  • – Nimm Blut des Widders und besprenge den Brandopferaltar ringsherum
  • – Trenne alles Fett des Widders ab und lasse dies zusammen mit den beiden Nieren auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen
  • – Den Anteil, den man essen kann, iss mit den anderen Priestern an heiliger Stätte
  • – Dir gehört die Haut des Widders

Man gelangt z.B. in Schuld, wenn … (3.Mose 5, 20-24)

  • – jemand sündigt und irgendetwas von all dem tut, was der Herr zu tun Verboten hat
  • – jemand, einem anderen Israeliten Schaden zufügt
  • – jemand etwas als seinen Besitz beansprucht, was ein anderer ihm anvertraut oder ausgeliehen hat
  • – jemand einen anderen beraubt oder ihn durch Erpressung zwingt, ihm sein Eigentum zu überlassen
  • – jemand etwas findet und es unrechtmäßig behält
  • – jemand einen Meineid schwört, um seine Lügen glaubhaft zu machen
  • – jemand bei einer verlobten Sklavin zur Begattung liegt 3.Mose 19, 20

Ergänzende Vorschrift

  • – Das Blut des Schlachtopfer darf nicht mit Gesäuertem dargebracht werden (2.Mose 23,18)
  • – Alles woran ein Makel ist, darfst du nicht darbringen 3.Mose 22, 20

5)   Einweihungsopfer (3.Mose 1; 6)


Vorgehen des gesalbten Priesters:
  • – Nimm Efa Weißengrieß als regelmäßiges Speisopfer ( für den Morgen und für den Abend)
  • – Bereite das Einweihungsopfer in einer Pfanne zu und durchmenge es mit Öl
  • – Bringe es als Speisopferbrocken dar

Ergänzende Vorschriften (Kap. 6)

  • – Nur der gesalbte Priester, soll das Einweihungsopfer darbringen
  • – Das Einweihungsopfer soll ganz in Rauch aufgehen
  • – Es soll ein Ganzopfer sein
  • – Es darf nicht davon gegessen werden
  • – Alles woran ein Makel ist, darfst du nicht darbringen 3.Mose 22, 20

 

6)   Heils-, Dank-, Friedens-, Gemeinschafts-

oder
Abschlussopfer (3.Mose 3, 1-17; 7, 11-21)

Vieh: Rind (m / w); ohne Fehler

Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes

Vorgehen des Sünders:

  • – Lege deine Hand auf den Kopf des Opfers
  • – Schlachte es

Vorgehen des Priesters:

  • – Sprenge das Blut rings um den Brandopferaltar her
  • – Trenne alles Fett des Rindes ab und lasse dies zusammen mit den beiden Nieren auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen
  • – Den Anteil, den man essen kann, iss mit den anderen Priestern an heiliger Stätte; du darfst zwei Tage davon essen, aber am dritten Tag muss der Rest mit Feuer verbrannt werden 3.Mose 19, 6

Kleinvieh: Schaf / Ziege; (m / w); ohne Fehler
 

Ort der Darbringung: Eingang des Zeltes

Vorgehen des Sünders:

  • – Lege deine Hand auf den Kopf des Opfers
  • – Schlachte es

Vorgehen des Priesters:

  • – Sprenge das Blut rings um den Brandopferaltar her
  • – Trenne alles Fett des Rindes ab und lasse dies zusammen mit den beiden Nieren auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen

Ergänzende Vorschriften (Kap. 3; 7, 22 – 27)

  • – Alles Fett gehört dem Herrn
  • – Das Blut des Schlachtopfer darf nicht mit Gesäuertem dargebracht werden (2.Mose 23,18)
  • – Das Essen tierischer Fette ist verboten!
  • – Das Essen/Trinken von Blut ist verboten!
  • – Alles woran ein Makel ist, darfst du nicht darbringen 3.Mose 22, 20

 

7)   Jôm Kippur (3.Mose 16)

 

Vieh
:   Jungstier (m); als Sündopfer
Kleinvieh
:   Widder (m); als Brandopfer
Kleinvieh
:   2x Ziegenbock
Ort der Darbringung
:   Eingang des Zeltes
Datum des Feiertags
:   10.07 (letzter Tag des Israelischen
Jahres)
Regel
:   Demütigt
euch – keiner
darf arbeiten – ein Sabbat völliger Ruhe soll er für euch sein
Versprechen Gottes
:   An
diesem Tag wird für euch Sühne erwirkt werden, um euch zu reinigen.
                    Von all euren Sünden werdet ihr rein sein
Aufgabe des Priesters
:   Ziehe die heiligen Kleider aus Leinen an. Erwirke
Sühnung für:
–         
das heilige Heiligtum
–         
das „Zelt der Begegnung“
–         
den Brandopferaltar

Am Jôm Kippur darf nur der Hohepriester in das Allerheiligste, dabei musst du folgendes beachten:

Vorgehen des Hohepriesters:

  1. – Bade dein Fleisch im Wasser
  2. – Ziehe anschließend deinen heiligen Leibrock und deine Beinkleider aus Leinen an
  3. – Umgürte dich mit einem Gürtel aus Leinen
  4. – Binde dir einen Kopfbund aus Leinen um
  5. – Nimm den Jungstier (Sündopfer) und erwirke für dich und dein Haus Sühnung
  6. – Schlachte den Jungstier
  7. – Nimm nun eine Pfanne voll Feuerkohlen von dem Brandopferaltar und dazu zwei Hände voll von klein gestoßenem Räucherwerk. Gehe damit ins Heiligtum.
  8. – Lege nun das Räucherwerk auf das Feuer vor dem Herrn, damit die Rauchwolke die Deckplatte umhüllt und du nicht stirbst.
  9. – Nimm etwas Blut von dem Jungstier und sprenge es 7x an die Vorderseite der Deckplatte
  10. – Nimm die zwei Ziegenböcke und werfe die beiden Lose über sie (Los für den Herrn & Asael)
  11. – Der Ziegenbock auf den das Los für den Herrn gefallen ist, soll als Sündopfer für das Volk geopfert werden
  12. – Schlachte diesen Ziegenbock
  13. – Nimm etwas Blut von dem Ziegenbock und sprenge es 7x an die Vorderseite der Deckplatte

So erwirkst du „Sühnung für das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Söhne Israel und wegen ihrer Vergehen, nach allen ihren Sünden“

  1. – Gehe nun wieder in den Vorhof zurück um Sühnung für den Brandopferaltar zu erwirken
  2. – Nimm dazu Blut von dem Jungstier und des Ziegenbocks und tue es ringsherum an die Hörner des Brandopferaltars
  3.  – Sprenge von dem Blut 7x mit deinem Finger an den Brandopferaltar und reinige ihn und heilige ihn von den Unreinheiten der Söhne Israel
  4. – Nimm anschließend den Ziegenbock auf den das Los für Asael gefallen ist und lege deine beiden Hände auf den Kopf des Ziegenbocks
  5. – Schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wüste, damit der Ziegenbock all die Schuld auf sich trägt in ein ödes Land – Nach getaner Arbeit gehe wieder zurück in das „Zelt der Begegnung“ und ziehe deine leinenen Kleider aus
  6. – Wasche dich an heiliger Stätte
  7. – Ziehe deine Kleider wieder an.
  8. – Opfere dein Brandopfer (Widder) und das des Volkes (Ziegenbock des Herrn)
  9. – Lasse das Fett des Sündopfers in Rauch aufgehen
  10. – Lasse den gesamten Rest der Opfer (Haut, Fleisch, Mageninhalt usw.) vor das Lager bringen und es verbrennen

Vorgehen für den Mitarbeiter

  • § der den Ziegenbock für Asael fortgeschickt hat 
  • § der die Reste der Opfer vor dem Lager verbrannt hat 
  • – Bevor du wieder ins Lager kommen kannst, wasche zuvor deine Kleider und bade dich
  • – Du darfst anschließend wieder ins Lager kommen

8)   Morgen – Abend Opfer (2.Mose 29, 38 –
46; 30, 1 – 10)

a. Brandopfer, Speisopfer, Trankopfer (4Mo 28, 3-8)

Brandopfer : 2x Lamm

Speisopfer: Weißengrieß,  Hin zerstoßenes Olivenöl

Trankopfer: Hin Wein (Rauschtrank) 4Mo 28, 7

Ort der Darbringung : Eingang des Zeltes

Vorgehen des Priesters:

  • – Bringe das Lamm als Brandopfer am Morgen dar
  • – Vervollständige dieses Brandopfer mit Weißengrieß, zerstoßenem Olivenöl und Wein
  • – Verfahre ebenso am Abend

b. Räucheropfer

Zutaten : Staktetropfen, Räucherklaue, Galbanum, reinen Weihrauch, Salz

Ort der Darbringung : Räucheraltar

Vorgehen des Priesters:

  • – Ungefähr zu der Zeit wenn du am Morgen die Lampen zurichtest, lass das wohlriechende Räucherwerk auf dem Räucheraltar vor dem Herrn aufsteigen
  • – Lass gegen Abend, wenn du die Lampen aufsetzt, ebenfalls Rauch aufsteigen

Ergänzende Vorschriften – Räucheropfer (2. Mose 30,9.10)

  • – Dieses Räucherwerk darf man auf keinen Fall nachmachen! Hierauf steht die Todesstrafe (v.38)
  • – Bring kein fremdes Räucherwerk dar
  • – Ebenso ist es strikt verboten Brandopfer, Speiseopfer oder Trankopfer auf dem Räucheraltar zu opfern
  • – Am Jôm Kippur werden die Hörner des Räucheropferaltars zur Sühnung mit Blut gesalbt
  • – Alles woran ein Makel ist, darfst du nicht darbringen 3.Mose 22, 20

Das Heiligtum und seine Dienste

1. Eine Abbildung des Heiligtums und des Vorhofes ist nachfolgend dargestellt. Dazu können die Kapitel 25-40 aus dem 2. Buch Mose gelesen werden, Dort sind Einzelheiten näher beschrieben.

2. Das Heiligtum bestand aus drei Bereichen: dem Vorhof (2. Mose 27, 9-13) dem Heiligen und dem Allerheiligsten (2. Mose 26, 33).

3. Im Vorhof standen der Brandopferaltar (2. Mose 27, 1-8), das Waschbecken (2. Mose 30, 18-21) und der Heiligtumsbau selbst. Der Zaun für den Vorhof bestand aus weißer Leinwand und wurde von 60 Säulen getragen (2. Mose 27, 9-13).

4. Im Heiligen befanden sich drei Gegenstände:

a) Der Schaubrottisch (2. Mose 25, 23-30), der auf die Abhängigkeit des Volkes
von Gott hinwies. Ihm verdankten sie die körperliche und geistliche Nahrung.
Der Schaubrottisch wies auf Jesus als das Brot des Lebens hin (1. Korinther
11, 23. 24; Johannes 6, 51).

b) Der siebenarmige Leuchter(2. Mose 25, 31 —40). Die Lichter stellen das Wort Gottes dar (Psalm 119, 105) und auch Jesus Christus, das Licht der Welt (Johannes 9, 5). Das Öl ist ein Hinweis auf den Heiligen Geist (Sacharja 4, 1-6: Offenbarung 4, 5).

c) Der Rauchopferaltar (2. Mose 30, 1 —9). Der aufsteigende Rauch stellt die Gebete des Volkes Gottes dar (Psalm 141, 2; Offenbarung 5, 8; 8, 3. 4).

5. Im Allerheiligsten befand sich nur die mit Gold überzogene Bundeslade (2. Mose 25, 10-22). Auf der Lade befand sich der Gnadenthron (2. Mose 25, 17-22), an dessen Enden zwei Cherubim aus getriebenem Gold. Hier, zwischen den beiden Engeln, war Gott gegenwärtig. In der Lade selbst wurden die Tafeln mit den Zehn Geboten verwahrt (5. Mose 10, 2. 5). Die Lade wies sowohl auf die Gnade als auch auf das Recht hin. Das Gesetz ist ewig gültig; aber Gott hält die Gnade für diejenigen bereit, die in Schwachheit das Gesetz übertreten.

6. Wenn jemand gesündigt hatte, brachte er das Opfertier zum Priester. Er bekannte seine Sünden über dem Kopf des Tieres und schlachtete es dann mit eigener Hand. Der Priester sprengte etwas von dem Blut auf die Hörner des Brandopferaltars. Zum Ritus gehörte, daß ein Teil des Fleisches vom Priester gegessen wurde (3. Mose 4, 29. 30; 6, 18. 19). Beim Sündopfer für das ganze Volk wurde etwas von dem Blut auf den Vorhang und auf die Hörner des Rauchopferaltars gesprengt. Die Sünde wurde also vom Sünder auf das stellvertretende Tier und von dort auf das Heiligtum übertragen (3. Mose 4, 13-18). So wird dargestellt, wie Jesus mein Stellvertreter vor dem Vater wird, wenn ich sein Blut für mich annehme.
Das Blut des Opfertiers besaß keine versöhnende Kraft, um Sünde zu tilgen. Entscheidend war der Glaube an das zukünftige Opfer Jesu als Lamm Gottes (1. Johannes 1, 7). Das Volk Israel blickte voraus auf das Kreuz, so wie wir im Glauben zurückschauen.
Christus wurde durch das Lamm versinnbildet, das stellvertretend für den Sünder starb (Johannes 1, 29). Christus wurde auch durch den Priester dargestellt. Er lebt jetzt als Hoherpriester im Himmel. Beide Symbole sind notwendig, um Christi Dienst zu erklären. Sein Opfer war die Bezahlung für meine Sünden. Durch seinen gegenwärtigen Dienst als Hoherpriester kann ich ihm ähnlich werden. Beide Dienste sind von Bedeutung. Keiner genügt für sich allein.

7. Zum täglichen Dienst im Heiligtum kam, daß der Hohepriester einmal im Jahr das Allerheiligste betrat, um das Heiligtum zu „reinigen“ (3. Mose 16, 29-34; Hebräer 9, 7). Die Sünden des Volkes wurden während des ganzen Jahres durch die gebrachten Opfer auf das Heiligtum übertragen. Einmal im Jahr, am großen Versöhnungstag (Yom Kippur),wurden zwei Ziegenböcke ausgewählt. Einer wurde zum Sündenbock bestimmt, der andere dem Herrn geweiht. Der dem Herrn geweihte Bock wurde geschlachtet und sein Blut in das Allerheiligste getragen. Mit seinem Blut wurde das Werk der Reinigung vollzogen. Dann übertrug der Priester die Sünden des Volkes vom Heiligtum auf den Sündenbock. Der wurde nun in die Wüste geführt, um dort zu sterben (3. Mose 16, 7-11 und 23, 27-30).
Der dem Herrn geweihte Ziegenbock ist ein Hinweis auf Jesus Christus, der unsere Versöhnung, unser Stellvertreter, Opfer und Vorbild ist. Der Sündenbock, der Satan verkörpert, wurde für immer vom Volke Gottes getrennt. In gleicher Weise wird Satan, nachdem er im Gericht Gottes zur Rechenschaft gezogen ist, am Ende der tausend Jahre mit seinen Engeln und der Sünde für immer aus dem Universum verbannt und vernichtet.
Der Versöhnungstag war ein Tag des Gerichts. Wurden die Sünden vor diesem Tag bekannt, waren die Menschen gerettet. Wurden sie nicht bekannt, erfolgte der Ausschluß vom Volke Gottes (3. Mose 23, 27-30). Es war ein Tag des ehrlichen Bekennens, der Reue und des ernsten Gebetes.
Die Juden haben den Versöhnungstag, den Yom Kippur‘, stets als einen feierlichen Gerichtstag betrachtet. In einer jüdischen Enzyklopädie steht unter dem Wort ,Versöhnungstag“ folgendes:

„Gott auf seinem Thron als Richter der Welt… Das Buch der Berichte wird geöffnet. Es wird verlesen. Die Aufzeichnungen jedes Menschen befinden sich darin. Die große.Posaune ertönt; eine ruhige, leise Stimme wird gehört. Die Engel schaudern und sagen: Dies ist der Tag des Gerichts … Am Neujahrstage wird das Urteil gesprochen. Am Versöhnungstag ist besiegelt, wer leben und wer sterben wird.“

Der Schattendienst des Erlösungsplanes

WIE GESCHAH ERRETTUNG VOR GOLGATHA?

Einleitung:
1. Als wir das Thema „Warum Jesus auf diese Erde kam“ studierten, wurde uns klar, daß Jesus der einzige Weg der Errettung bzw. der Erlösung ist. Diese Wahrheit ist im Worte Gottes klar und deutlich formuliert:

  • „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Johannes 14:6
  • „…in keinem andern ist das Heil…“ Apostelgeschichte 4:12
  • „Das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt.“ Johannes 1:29

2. Diese starken biblischen Aussagen in Bezug auf die Erlösung durch Jesus Christus allein lassen uns folgende Fragen stellen:

  • Was ist mit den Menschen, die lange vor Golgatha, lange vor der Erlösungstat Jesu lebten?
  • Wie konnten sie durch Jesus Christus erlöst werden?
  • Wie konnten sie überhaupt etwas über Golgatha und seine Bedeutung wissen?

Antwort: Durch das hebräische Heiligtum und seine Dienste!

3. In den Jahrhunderten vor Jesu erstem Kommen fand Gott eine wunderbare Methode, um vorweg den Weg der Errettung durch einen sündlosen Erlöser zu lehren. Es war dramatisierte Prophezeiung, eine Art Sandkastenmodell des Erlösungswerkes Jesu. Es begann mit Abels einfachem Altar vor den Toren des Gartens Eden. (1 Mo 4:4; Hbr 11:4).

Später wurde dies zu einem feierlichen, belehrenden Ritual im hebräischen Heiligtum ausgebaut. Dies geschah zur Zeit Moses. (2 Mo 25:8-9).

  • Wie wurde nun der Weg der Erlösung von Tag zu Tag In der alttestamentlichen „Schule der Erlösung“ gelehrt?

1. Beschreibung des irdischen Heiligtums

(Hbr 9:1-7)

 

Eine Gesamtbeschreibung mit allen Einzelheiten wird in den Kapiteln 25 bis 30 des 2.Mose-Buches gegeben. Die Hauptmerkmale sind folgende:

1. Der Vorhof: eine große eingezäunte Fläche von ca. 55 x 28 m. Innerhalb dieser Fläche stand das Heiligtum. Der Eingang zum Vorhof befand sich am westlichen Ende. Im Vorhof befanden sich das Waschbecken und der Brandopferaltar.

2. Das Heiligtum: ein großes Zelt, ca. 16,5 x 5,5 m. Es war in 2 Abteilungen aufgeteilt. Diese waren durch einen Vorhang getrennt. Die Seitenwände bestanden aus leichtem Holz, das mit Gold überzogen war. Das Dach bestand aus mehreren Schichten von Tierfellen. Offensichtlich war dieses Heiligtum nicht ein Ort für einen Gemeindegottesdienst im modernen Stil. Trotzdem war es das Zentrum des gesamten hebräischen Gottesdienstsystems.

3. Das Heilige: dies war die 1.Abtellung des Heiligtums und enthielt den siebenarmigen Leuchter, den Schaubrottisch und den Rauchopferaltar.

4. Das Allerheiligste: dies war die 2.Abteilung des Heiligtums und enthielt die Bundeslade, in der sich die 2 Gesetzestafeln mit den 10 Geboten befanden. Der goldene Deckel der Bundeslade, auf dem zwei Engelfiguren mit ausgebreiteten Flügeln standen, wurde der „Gnadenthron“ genannt.

5. Die Priester: sie waren als Diener des Heiligtums eingesetzt und stammten von Levi ab, aus dem Hause Aaron. Nur sie durften das heilige Zelt betreten. Ihre Aufgaben bezogen sich auf die vielen verschiedenen Dienste und Anforderungen des Opfersystems. Sie sorgten ferner für die Errichtung, den Abbau, den Transport und die Pflege des Heiligtums und seiner Gerätschaften. Es war darüberhinaus ihre Aufgabe, das Volk über die Bedeutung des Heiligtums aufzuklären. (Mal 2:7)

 

2. Der tägliche Dienst: Vorschau auf Golgatha und Jesu himmlische Priesterschaft

 

Die Einzelheiten über den täglichen Dienst sind in 3.Mose Kapitel 4 nachzulesen. Nachstehend wollen wir die Hauptmerkmale aufzeigen:

1. In Bezug auf die Sündopfer wurde die hebräische Nation in vier Kategorien aufgeteilt:

  • (1) Priester / Kp.4:3
  • (2) das ganze Volk / Kp.4:13
  • (3) die Stammesfürsten / Kp.4:22
  • (4) der einzelne Israelit / Kp.4:27

Für jede Gruppe wurde ein besonderes Sündopfer verordnet.
(Nicht in jedem Fall wurde ein Lamm geopfert, obwohl das Lamm in den meisten Beschreibungen als das einfachste und repräsentativste der Tieropfer genannt wird.)

2. Das entscheidende Prinzip bei jedem Sündopfer war das der Substitution, d.h. die Stellvertretung. Das bedeutete: das unschuldige Tier nahm die Stelle des schuldigen Menschen, des Sünders ein, der hätte sterben müssen.

Das Tier, als Stellvertreter, starb durch die Hand des bußfertigen Sünders. So wurde demonstriert, daß die Auswirkung oder der Lohn der Sünde der Tod ist! (Rö 6: 23)

3. Bevor der Bußfertige das. Tier tötete, legte er seine Hände auf den Kopf des Opfertieres und bekannte seine Sünden. So übertrug er symbolisch die Verantwortung für seine Sünden auf das unschuldige Tier.

4. Der diensttuende Priester sprengte das Blut des Opfers entweder an den Vorhang im „Heiligen“ oder an den Brandopferaltar im „Vorhof“. Auf diese Weise wurde die Sünde auf das Heiligtum übertragen, um später weiterbehandelt zu werden.

5. Durch dieses tägliche Ritual, das bekannte Sünden auf das Heiligtum übertrug, wurde letzteres (das Heiligtum), symbolisch gesehen, verunreinigt und bedurfte eines Reinigungsdienstes am Ende des Jahres.
 

6. Der bußfertige Sünder ging bis zum Ende des Jahres, dem großen Versöhnungstag, straffrei aus. Dann wurde sein Fall überprüft und über die endgültige Sündenverfügung entschieden.

3. Der jährliche Dienst = Vorschau auf das Endgericht und die Reinigung des Universums von der Sünde

 

Die Einzelheiten des jährlichen Dienstes sind in 3.Mose, Kapitel 16 nachzulesen.

Nachstehend zeigen wir die Hauptmerkmale auf:

1. Der jährliche Dienst konzentrierte sich auf die 2.Abteilung des Heiligtums, das Allerheiligste. Er war ausschließlich dem Hohenpriester persönlich vorbehalten.

2. Dieser jährliche Dienst im Heiligtum war bekannt unter dem Ausdruck „Großer Versöhnungstag“ oder „Reinigung des Heiligtums“.

3. Er fand am 10.Tag des 7.Monats statt. Im jüdischen Kalender war dies jeweils im Herbst des Jahres.

4. Nach verschiedenen vorbereitenden Opfern durch den Hohenpriester wurde über 2 Ziegenböcke, die die Gemeinde stellte, das Los geworfen. Ein Los war für den Herrn, das andere für Asasel. Letzterer war der „Sündenbock“, der Satan symbolisierte.

5. Der Hohepriester tötete den Bock für den Herrn und trug sein Blut in das Allerheiligste, um es dort vor und auf den Gnadenthron zu sprengen. Dies war das Sündopfer für das Volk.

Wenn er aus dem Allerheiligsten zurückkam, sprengte er auch im Heiligen etwas auf die dort stehenden Gegenstände. Dann ging er zum Brandopferaltar im Vorhof und strich von dem Blut des Sündopfers 7 x etwas auf die Hörner des Altars.

6. Endlich bekannte der Hohepriester die durch das ganze Jahr aufgelaufenen Sünden des gesamten Volkes auf den Kopf des Bocks für Asasel. Dieser wurde dann in die Wüste geführt, um dort mit den Sünden umzukommen.

Anmerkung: Die Asasel-Handlung fand erst statt, nachdem das Heiligtum und das gesamte Volk durch das Blut des Sündopfers (vom Bock für den Herrn) gereinigt und versöhnt waren.

7. Damit der Israelit auch tatsächlich das Austilgen seiner Sünden erlebte, bedurfte es seiner persönlichen Anwesenheit am großen Versöhnungstag.
Wenn sich der Israelit vorsätzlich nicht am Heiligtum einfand, wurde er aus, dem Volk ausgetilgt. Daher wurde der Große Versöhnungstag von den Israeliten auch als jährlicher Gerichtstag angesehen.

4. Der praktische Wert des indischen Heiligtumsdienstes

 

Man mag fragen:

  • Was bewirkte der Heiligtumsdienst?
  • Hat er (zeitlich ja vor dem Kreuz angesiedelt) wirklich den wahren Weg der Erlösung gelehrt?
  • Hat er die Menschen in die rettende Gemeinschaft mit Gottgeführt?

1. Daß der Heiligtumsdienst tatsächlich den Weg der Erlösung lehrte, wird uns durch die außerordentliche Qualität religiöser Erfahrung im Ieben von Glaubensmännern wie Abel, Henoch, Abraham, Josef, Hose, Samuel, Daniel und Johannes dem Täufer bewußt gemacht.

Sie alle lebten und starben vor dem Ereignis auf Golgotha. Die umgestalteten Charaktere dieser Männer können nur aufgrund des Funktionierens des „Sandkastenmodells“ des Erlösungsplanes, also des hebräischen Heiligtumsdienstes, erklärt werden. Hier wurde Erlösung durch unverdiente Gunst oder Gnade und stellvertretendes Opfer gelehrt.

  • 2 Tim 3:15: Das Alte Testament konnte zur Seligkeit hin unterweisen.
  • Ps 51:1-13: Von Schuld erdrückt, von Gewissensbissen geplagt, fand David den Weg zum Frieden mit Gott durch die Heiligtumsoffenbarung.
  • Ps 73:16-17: David sah den endlichen Triumph der Gerechtigkeit, indem er ins Heiligtum Gottes ging

2. Für die Gläubigen während der Zeit des Alten Testamentes war der Heiligtumsdienst ein „Teleskop des Glaubens“, durch das sie über den Abgrund von langen Zeitperioden hinweg den 1.Advent Jesu, das Kreuz von Golgatha und darüber hinaus den 2.Advent des Gottessohnes und das Endgericht schauen konnten!

 

Zusammenfassung

 

Hier sollten noch 2 Fragen gestellt werden:

  • Wenn wir in den Jahrhunderten vor dem Kreuz von  Golgatha das Problem hätten lösen müssen, das Gott in Bezug auf die Deutlichmachung des Erlösungsplanes zu lösen hatte, welch bessere Methode als die des Heiligtumsdienstes hätten wir anbieten können?
  • Welchen praktischen Wert hat das Studium dieser alten Rituale für uns heute?

Zwei wichtige Faktoren sind dabei zu beachten:

1.   Das erwähnte Opfersystem erklärt uns auf einfachste Weise wie man zu Jesus kommt. Selbst ein Kind kann das verstehen. Um die Gewißheit der Sündenvergebung zu erlangen, haben wir die gleichen Schritte zu unternehmen wie der Sünder in Israel

  • Wir müssen unsere Sünden im Namen Jesu bekennen.
  • Wir müssen sie ihm als dem Sündenträger und Sündentilger übergeben
  • Wir müssen um Vergebung durch die Verdienste seines vergossenen Blutes nachsuchen.

2.   Jenes Ritual zeigt uns Gottes großen Wunsch, unsere Herzen zu seinem Tempel zu machen.

Er möchte ständig in uns wohnen und uns von angesammelter Schuld frei machen.

Er möchte uns auch von der Macht der Sünde im täglichen Leben befreien und erretten.

Immer wieder wird in der Heiligen Schrift von diesem göttlichen Innewohnen als Gottes sehnlichstem Wunsch und unserem größten Bedürfnis gesprochen.
So zum Beispiel in 2. Mose 25: 8:

  • „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, daß ich unter ihnen wohne. „

Es war Gottes Absicht, daß das irdische Heiligtum eine immer währende Illustration oder ein Modell dafür sein sollte, wie das Leben seiner wahren Nachfolger aussehen sollte. (Also ein Symbol des inneren „Seelentempels“).

  • „Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes…..Ich will unter ihnen, wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. “ 2 Korinther 6:16


Der Kampf gegen die Gebote Gottes

 

DIE ZEHN GEBOTE

(2. Mose 20, 1-17)
1 Und Gott redete alle diese Worte und sprach:
2 Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt habe.
3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!
4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder von
dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von
dem, was in den Wassern, unter der Erde ist.
5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin
ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den
Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen,
6 der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
7 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen! Denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
8 Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn!
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun;
10 aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes; da sollst du
kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein
Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der
innerhalb deiner Tore lebt.
11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und
alles, was darin ist, und er ruhte am siebten Tag; darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt.
12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt!
13 Du sollst nicht töten!
14 Du sollst nicht ehebrechen!
15 Du sollst nicht stehlen!
16 Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten!
17 Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht
begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd,
noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgend etwas, das dein Nächster
hat!

Satans Kampf gegen die Gebote Gottes

 

Einleitung:

„Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf daß ihr bewahrt die Gebote des Herrn, eures Gottes, die ich euch gebiete.“ 5 Mo 4: 2

1. Durch die Jahrtausende hat Satan die verschiedensten Waffen gegen die 10 Gebote Gottes eingesetzt; die gefährlichste Waffe jedoch war die Lehre, daß Jesus der Gemeinde die Macht gab, die Gebote Gottes zu beschneiden oder zu verändern. Trotz der dreifachen Warnung Gottes gegen ein solches Handeln (5 Mo 4: 2; Spr 30: 6; Offb 22: 18+19) hat diese Lehre das Denken und Handeln von Millionen bekenntlicher Christen beeinflußt.

2. Uns mag diese Tatsache erschrecken, aber den ewigen und lebendigen Gott konnte sie nicht überraschen, ER hat diesen Anschlag auf sein Gesetz lange vorhergesagt. Wie Satan leitende Männer der Gemeinde benutzte, um eine Lücke in den Gesetzeszaun Gottes zu brechen, ist das Thema einer der tiefgreifendsten Prophezeiungen der Bibel. Wir finden sie im 7. Kapitel des Buches Daniel:

1. Die 4 großen Tiere und die 10 Hörner

(Da 7: 1-8+15-25)

 

1. Die einfachste Art, diese Symbole zu erklären, besteht darin, Daniel 7 mit Daniel Kapitel 2 zu vergleichen. Die gleichen 4 Weltreiche: Babylon, Medien-Persien, Griechenland und Rom, gefolgt von der 10-fachen Teilung des römischen Territoriums, werden in beiden Kapiteln beschrieben:

2. Beachten wir besonders die deutliche Übereinstimmung bei der Beschreibung der Beine aus Eisen (Da 2: 40) und dem vierten Tier (Da 7: 7+19+23). Die Sprache, die bei beiden Bildern benutzt wird, ist fast identisch. Dieser Vergleich bildet den offensichtlichsten Schlüssel zur Identifizierung des vierten Tieres als Rom.

2. Das geheimnisvolle „Kleine Horn“

(Da 7: 8+20+24-25)

 

1. Die Beschreibung des „kleinen Horns(Verse 20+21) beschäftigte Daniel ganz besonders. Offenbar ist dies auch der zentrale Punkt des ganzen Kapitels. Hier werden 10 klare Erkennungsmerkmale mitgeteilt, die uns erlauben, diese Macht mit absoluter Sicherheit zu identifizieren.

2. In der Geschichte gibt es nur eine Macht, die diese prophetischen Voraussagen bis auf den Buchstaben erfüllt hat: das Papsttum! Die Einzelheiten sind so zahlreich und spezifisch, daß es keine hrtumsmöglichkeit gibt. Mit zuverlässigen Geschichtszitaten aus Westeuropa wollen wir uns jetzt im einzelnen damit befassen, wie das Entstehen, der Standort, der Charakter und das Wirken des Papsttums durch diese 10 Erkennungsmerkmale bestätigt wird:

 

 (1) Es ging aus dem vierten Tier hervor (Verse 7 + 8)



Das Papsttum ist wesensmäßig eine römische Macht, was die Entstehung und den Charakter angeht. Sie entstand in Italien. Die Zentrale war immer in Rom. Es erbte viele der Charaktereigenschaften und materiellen Ressourcen des imperialen Roms. Es trägt bis heute den Namen „Römisch-Katholische Kirche“.

(2) Es befand sich unter den IO Hörnern (Vers 8)

Das Papsttum wuchs wie ein neues Horn auf dem Kopf eines Stieres heran, und das mitten unter den Barbaren-Königreichen, die das alte römische Imperium unter sich aufteilten. In seiner langen Geschichte ist es eine westeuropäische Macht gewesen.

Der Historiker Wylie sagt:

  • „Den Aufstieg und die Entwicklung dieses erstaunlichen Systems zu skizzieren, käme der Beschreibung der Geschichte Westeuropas gleich.“ (J.S.Wyl ie, „Das Papsttum“, S. 1)

Myers in „General Historyfor Colleges „, S.348 erklärt:

  • „Lange vor dem Zusammenbruch Roms hatte innerhalb des römischen Imperiums das Heranwachsen eines kirchlichen Staates begonnen, der sich nach dem imperialistischen Modell ausrichtete.“

Noch ein anderer Historiker, James Harvey Robinson, sagt:

  • „Neben den Herrschern Konstantinopels und den verschiedenen germanischen Königen entwickelte sich in Europa eine Linie von bedeutend mächtigeren Herrschern, nämlich die der Päpste.“ („Mediaeval und Modern Times“, S.40)

(3) Nach den 10 Hörnern (Vers 24)

1. Die Hauptkrise während der Untergangsphase des alten römischen Imperiums fand im Jahre 476 n.Chr. statt, als nach einer Serie von Demütigungen durch die Barbaren-Eindringlinge der Imperator Romulus Augustulus abdankte.

2. Die politische Oberherrschaft des Papsttums jedoch begann erst 62 Jahre später, im Jahre 533 n.Chr., als Justinian, der Imperator Ostroms, bestimmte, daß der Bischof von Rom als das „Haupt aller heiligen Kirchen“ anerkannt werden sollte. Dieses Dekret wurde dann im Jahre 538 n.Chr. in die Tat umgesetzt. Auf diese Weise kam das Papsttum zu seiner vollen Macht, nachdem die Barbaren-Königreiche Roms Territorium aufgeteilt hatten.

 

(4) „..der wird ganz anders sein“ (Verse 24)

1. Das Papsttum unterschied sich von allen vorherigen und auch den gleichzeitig existierenden Reichen bzw. Mächten. Diese waren normale politische oder weltliche Mächte, normalerweise durch Anwendung von Waffengewalt entstanden. Das Papstum war eine davon abweichende Mischung aus Religion und Politik. Seine Autorität gründete sich nicht auf militärische Eroberung, sondern auf die Behauptung, von Gott eingesetzt zu sein. Sein eigentliches Wesen und Merkmal war die Verbindung von Kirche und Staat; dabei kontrollierte die Kirche den Staat. Der Papst war ein Priester-König.

Auch hier sollten wir noch einmal auf die Worte des Historikers Meyers achten:

  • „Lange vor dem Zusammenbruch Roms hatte innerhalb des römischen Imperiums das Heranwachsen eines kirchlichen Staates begonnen, der sich nach dem imperialistischen Modell ausrichtete. Dieses geistliche Reich besaß wie die weltlichen Reiche eine Hierarchie von Offizieren, von denen Diakone, Priester oder Ältese und Bischöfe die wichtigsten waren… Eine andere Konsequenz des Untergangs der römischen Macht im Westen war die Entstehung des Papsttums. Da es keinen Kaiser im Westen gab, erlangten die Päpste schnell Einfluß und Macht und bauten bald ein kirchliches Imperium auf, das in gewisser Beziehung den Platz des alten Imperiums einnahm.“ („General Historyfor Colleges , S.348+316)

2. Eingeistliches“ oder „kirchliches Imperium“ bedeutet ein „religiöses“ oder „Kirchen-Imperium‘; also eine imperialistische Kirche. Dies ist etwas insgesamt Einzigartiges in der Weltgeschichte!

(5) „Es war größer als die Hörner,die neben ihm waren“ (Vers 20)

Der Historiker Robinson bezeugt die Tatsache, daß das Papsttum in der Tat zur stärksten Macht im mittelalterlichen Europa wurde:

  • „Neben den Herrschern Konstantinopels und den verschiedenen germanischen Königen entwickelte sich in Europa eine Linie von bedeutend mächtigeren Herrschern, nämlich die der Päpste…. Wir müssen dieser mächtigsten und dauerhaftesten aller Institutionen des spätrömischen Imperiums ins Mittelalter folgen. Zuerst halten wir inne, um zu beobachten, wie der westliche oder lateinische Teil des Christentums, der sich vom östlichen oder der griechischen Region trennte, dazu kam, unter den Päpsten eine getrennte Institution zu schaffen, die die längste und mächtigste Linie von Herrschern darstellt, die die Welt je gesehen hat.“ („Mediaeval und Modern Times „, S.40+41)

 

(6) „Drei Hörner ausgerissen….“ (Verse 8+20+24)

 

1. Von der Zeit Konstantins (306-337 n.Chr.) bis zu der von Justinian (527-565) zog sich ein langer und grausamer Kampf zwischen den beiden größten Fraktionen der Kirche hin:

  1.  jene, die den Bischof von Rom unterstützten gegen
  2.  solche, die die Lehre des Arius, eines abgefallenen Priesters aus Alexandria, annahmen.

2. Die weltlichen Herrscher Ostroms, deren Sitz jetzt Konstantinopel war, waren diejenigen, die die katholische Lehre auf den Schild hoben. Dieser Kampf war oft bitter und blutig. Die meisten der Barbaren-Nationen, die das römische Reich erdrückt hatten, beugten sich der Autorität des Bischofs von Rom. Die Stämme der Heruler, Vandalen und Ostgoten jedoch erkannten seine Oberherrschaft nicht an. Sie waren konvertierte Arianer. Das erste Arianische Horn wurde 493 ausgerissen, als Theoderich, der Führer der Ostgoten, die Macht der Heruler in Italien brach.

3. Eine Generation später unter dem Druck der Streitkräfte Justinians, die für den römischen Pontifex kämpften, brachen die beiden letzten Barrieren gegen die Oberherrschaft des Papsttums: zuerst die Vandalen im Jahre 534 und dann die Ostgoten im Jahre 538 n.Chr.

Seit jener Zeit verschwanden die Namen jener 3 Königreiche aus der europäischen Geschichte. Sie haben keine modernen Nachfolger.

 

(7) „Er wird den Höchsten lästern..“ (Vers 25)

 

1. Durch den Wein der Machtbesessenheit vergiftet, verstieg sich die päpstliche Kirche dazu, einen schwachen Sterblichen, den Bischof von Rom, als „einen anderen Gott auf Erden“ verehren und anbeten zu lassen! Ihm wurde ferner die Macht zugeschrieben, Sünden, die gegen Gott begangen wurden, zu vergeben. Darüber hinaus wurde ihm die Autorität verliehen, „selbst die Vorschriften bzw. Verordnungen Jesu ändern zu können.“

2. Beachten wir: ein schwacher Mensch, der vergessen kann, Fehler macht wie andere Menschen auch, jemand, der auf Essen und Trinken und Schlaf angewiesen ist wie andere Menschen auch, ein Mensch, der selbst sündigt und auf Vergebung angewiesen ist wie andere Menschen auch; solch einem Mann werden göttliche Titel und Ehren zuerkannt, und er wird schließlich als „unfehlbar“ erklärt! Das ist Gotteslästerung!

3. So wurde die Institution, die für Gott sprechen sollte, zum Sprachrohr des Prinzen der Finsternis, indem sie den Höchsten lästerte.

 

(8) „Er wird die Heiligen des Höchsten vernichten..“ (Vers 25)

 

1. Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, daß während des Mittelalters ca. 50 Millionen Märtyrer durch das päpstliche Schwert ums Leben kamen. Jahrhundertelang färbte sich der Boden Europas rot vom Blut der Märtyrer. Große Armeen wurden aufgestellt und Kreuzzüge veranstaltet mit dem einen Ziel, sogenannte Ketzer auszumerzen.

Die Welt schaudert immer noch bei dem Gedanken an die Inquisition; aber wie wenige wissen, daß dieses unmenschliche Tribunal die Erfindung und zugleich das Werkzeug der päpstlichen Macht war.

2. Lecky, ein rationalistischer Historiker sagt:

  • „Daß die Kirche Roms mehr unschuldiges Blut vergossen hat als irgendeine andere Institution, die je in der menschlichen Gesellschaft existiert hat, wird von keinem Protestanten in Frage gestellt, der eine hinreichende Kenntnis der Geschichte hat.“ („Rise and Influence of the Spirit of Rationalism in Europe“. S.32)

 

(9) „Er wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern.“ (Vers 25)

 

1. Indem die päpstliche Kirche immer arroganter und überheblicher wurde, zögerte sie nicht, Gottes Gesetz zu fälschen. Die Institution, die auf der Seite derjenigen hätte zu finden sein sollen, die die göttlichen Gebote auf den Leuchter hoben, machte sich nun daran, Gottes Schutzwall zu durchbrechen.

Da das zweite Gebot nicht mit dem Brauch der Kirche, Bilder anzubeten, in Einklang gebracht werden konnte, legte es das Papsttum darauf an, diese heilige Vorschrift auszulöschen.

2. Diese Tatsache kann durch die Lektüre fast jedes modernen katholischen Katechismus nachgeprüft werden. Dann, ohne die deutlichen Aussagen des 4.Gebotes betreffs des göttlichen Ruhetages (7.Tags-Sabbat) zu beachten, begann diese Macht, Vorschriften und Gesetze zugunsten des Sonntags, des 1.Tages der Woche, einzuführen.
Nach den Aussagen der Prophetie würde das „kleine Horn“ sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern..
Das einzige Gebot, das mit „Zeit“zu tun hat, ist das vierte der 10 Gebote!

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(10) „Sie werden in seine Hand gegeben werden 1 Zeit, 2 Zeiten und 1/2 Zeit.“ = 3 1/2 Zeit (Vers 25) 

 

1. Entwicklungen am Beginn der Herrschaft des „Kleinen Hornes“:

  • (1) Der Bischof von Rom wurde im Jahre 538 durch das Dekret Justinians als geistliches Oberhaupt der Christenheit eingesetzt.
  • (2) Nach Jahrhunderten kriegerischer Auseinandersetzungen mit der Arianischen Ketzerei auf der einen Seite und dem Konkurrenzkampf katholischer Bischöfe untereinander auf der anderen, fand das Papsttum in Justinian, der den Kaiserthron von Konstantinopel im Jahre 527 als Kaiser von Ostrom bestieg, einen mächtigen Verbündeten. Justinian beschützte die römische Kirche, um sie als Sprungbrett für die Rückeroberung des westlichen Imperiums zu benutzen. Dafür kämpfte Justinian gegen die Arianischen Herrscher und erließ Gesetze zugunsten der katholischen Kirche.
  • (3) Im Jahre 533 erklärte Justinian den Bischof von Rom zum „Oberhaupt aller heiligen Kirchen“ und zum „wahren und wirklichen Korrektor der Ketzer“ Er verfügte auch, daß der Erzbischof von Konstantinopel den zweiten Platz einnehmen sollte.
  • (4) Dieses Dekret wurde erst im Jahre 538 voll angewendet, als Belisarius, Justinians General, den Ostgoten, der letzten Macht der drei großen Arianischen Mächte, den Todesstoß versetzte.

Im gleichen Jahr (538) erließ Justinian Edikte, die alle Nicht-Katholiken zwangen, innerhalb von 90 Tagen entweder der katholischen Kirche beizutreten oder das Imperium zu verlassen; dabei wurde all ihr Hab und Gut konfisziert.

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2. Entwicklungen am Ende der Herrschaft des „Kleinen Hornes“:

  • (1) Der Bischof von Rom wurde als Konsequenz der Französischen Revolution im Jahre 1798 entthront.
  • (2) Im Jahre 1797, als Papst Pius VI sehr krank wurde, verfügte Napoleon, daß im Falle des Todes des Papstes kein Nachfolger gewählt werden sollte, so daß es keine Fortsetzung des Papsttums geben würde. Aber der Papst erholte sich wieder, und unter dem Vorwand, daß der Französische Botschafter in Italien beleidigt worden sei, rückte General Berthier, Napoleons berühmter Feldherr, am 10.Februar 1798 mit der französischen Revolutionsarmee in Rom ein und nahm den Papst gefangen.
  • (3) Der alte Bischof wurde am Abend des 20.Februar, dem 28. Jahrestag seiner Krönung, verhaftet; ihm wurde der Bischofsring vom Finger gerissen; sein Besitz wurde konfisziert und verkauft; die päpstlichen Besitztümer wurden aufgelöst und Rom zur Republik erklärt.

Der Papst selbst wurde nach Frankreich gebracht, wo er, erschöpft durch Müdigkeit und Sorge, am 29.August 1799 als Gefangener starb. Danach war der päpstliche Stuhl für lange Zeit verwaist.

  • (4) Bis zur Revolution war Frankreich für Jahrhunderte ein bedeutender Förderer des Papsttums gewesen. Man hatte Frankreich als „den ältesten Sohn der Kirche“bezeichnet.

So wurde nach diesem entscheidenden Einschnitt die jahrhundertealte politische Oberherrschaft des Bischofs von Rom beendet: dem Papsttum wurde eine tödliche Wunde beigebracht, die selbst bis heute noch nicht gänzlich verheilt ist.

Angesichts solch überzeugender Tatsachen kann es nicht den geringsten Zweifel in Bezug auf die wahre Identität des „Kleinen Hornes“ geben. 1200 Jahre Geschichte zeigen eindeutig auf die päpstliche Macht und sagen: „Du bist der Mann!“ (2 Sam 12: 7)

 

3. Jesus, nicht Satan, spricht das letzte Wort! (Da 7: 26+27)

 

„Gottes Mühlen mahlen langsam“, sagt ein altes Sprichtwort, „sie mahlen aber trefflich fein!“ Als wenn Gott uns von dieser Tatsache überzeugen möchte, erwähnt ER das letzte Gericht 3 x in Daniel Kapitel 7 (Verse 10+22+26) und sein Ewiges Reich 4 x (Verse 14+18+22+27).

Dies ist eine göttliche Garantie dafür, daß, obwohl Satans Kampf gegen Gottes Gebote lang und intensiv geführt wurde, Jesus Christus und nicht Satan das letzte Wort sprechen wird!

 

Schlußgedanken

Wir können ein solches Studium der Prophetie und Geschichte nicht abschließen, ohne einen persönlichen Appel zu formulieren:

  • Auf welcher Seite stehen wir in diesem gewaltigen Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, zwischen Gottes ewigem Wort und menschlicher Tradition ?
  • Arbeiten wir mit Satan zusammen, um die Bruchstelle im Schutzwall Gottes, seinem göttlichen Gesetz, zu vergrößern?
  • Oder aber sind wir Mitarbeiter Gottes, um die Lücke in der Gesetzesmauer wieder zu schließen?

Dies sind Fragen, die über Leben und Tod entscheiden werden! Gottes Appel kann mit Moses Aufforderung in 2 Mo 32: 26 in Worte gefaßt werden:

  •  „Her zu mir, wer dem Herrn angehört!“

Möge Gott uns helfen, daß wir mit Josua antworten können:

  • „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen!“ (Josua 24: 15)
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